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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Sachter Einstieg in den Abbau von Kindergartenplätzen


Eine Gruppe weniger soll es im kommenden Kindergartenjahr im katholischen Kindergarten St. Elisabeth geben. (Foto:C.Richter)

(hr) Jedem Kind im Alter von drei Jahren steht von Gesetzes wegen ein Kindergartenplatz zu. In Eberbach ist das kein Problem: In den fünf Kindergärten gibt es genügend Plätze, insgesamt 513. Weil aber die Kinderzahlen rückläufig sind, droht ein Überhang von freien Plätzen, die vor allem die Stadt viel Geld kosten. Denn obwohl es keinen einzigen städtischen Kindergarten gibt - die Tageseinrichtungen gehören der katholischen bzw. evangelischen Kirche - trägt die Stadt 90 Prozent der ungedeckten Kosten, weil das so zwischen Stadt und Kirchen vereinbart wurde. Rund 1.570 Euro jährlich muss die Stadt zu jedem vorhandenen Kindergartenplatz zuschießen, rechnete Edgar Haas von der Stadtverwaltung aus, insgesamt über 800.000 Euro im Jahr. Die Beiträge der Eltern decken nur etwa ein Fünftel der Kosten. Bereits vor rund einem Jahr begannen Gespräche zwischen Stadt und Kirchen über die Frage, wie man auf die schrumpfende Kinderschar reagieren könnte.

Die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk machte den Vorschlag, den Kindergarten St. Elisabeth an der katholischen Kirche schrittweise zu verkleinern und ihn schließlich ganz zu schließen (wir berichteten). Auch die evangelische Kirche signalisierte, dass man langfristig im Kinderarten Regenbogen eine Gruppe abbauen könnte.

Im April dieses Jahres wurden die Vorschläge im Kindergarten-Kuratorium diskutiert. In diesem Gremium sind sowohl die Träger der Kindergärten als auch die Stadt sowie Eltern und Erzieherinnen vertreten. Das Kuratorium ist für die Stadtverwaltung und die Kirchengemeinden beratend tätig. Ergebnis der April-Sitzung war die Empfehlung, im Kindergarten St. Elisabeth in diesem Jahr eine Gruppe und im nächsten Jahr eine weitere Gruppe zu schließen.

So weit wollte der Eberbacher Gemeinderat in seiner heutigen Sitzung aber nicht gehen. Mehrheitlich wurde beschlossen, dass zunächst nur eine Gruppe (25 Plätze) im Kindergarten St. Elisabeth abgebaut werden soll, und zwar zu Beginn des Kindergartenjahres 2006/2007. Zu Beginn des Jahres 2007 soll dann die Situation neu geprüft und beraten werden. Dies vor allem deshalb, weil man die Familienpolitik auf Bundes- und Landesebene abwarten möchte. In der Diskussion ist sowohl ein Kindergarten-Pflichtjahr als auch eine Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Gerade zu letzterem Thema soll die Verwaltung sich mit den Kirchengemeinden und anderen freien Trägern beraten und Möglichkeiten der Kleinkinderbetreuung ausloten.
Wie der Kindergarten-Beauftragte der katholischen Kirche, Hugo Hessel, in der Gemeinderatsitzung erläuterte, könne der Abbau der Kindergartengruppe personell durch auslaufende Zeitverträge umgesetzt werden. Rechnerisch sind einer Kindergartengruppe 1,5 Arbeitsplätze zugeordnet.

Keine Mehrheit fand ein von Dr. Harald Grote vorgelegter Antrag der AGL, die Gesamtzahl der Gruppen unverändert zu lassen und durch die geringere Kinderzahl pro Gruppe die Qualität der Betreuung zu verbessern. Die Mehrkosten dafür sollte nach dem Willen der AGL die Stadt tragen. Unterstützung fanden die Alternativen Grünen nur bei den Freien Wählern. Deren Sprecher Dr. Gerhard Brunn betonte, dass die Entscheidung über eine gute Integration von Zuwanderer-Kindern im Kindergartenalter falle und dass man hier nicht an der falschen Stelle sparen solle. Brunn beantragte, die Entscheidung zu vertagen um noch einmal ausführlich darüber beraten zu können. Hugo Hessel gab zu bedenken, dass das erzbischöfliche Ordinariat die Kosten für den Erhalt der Gruppe nicht mittragen werde, so dass die Stadt sogar 100 Prozent zu tragen habe. Außerdem sei die Frist bis zum Beginn des Kindergartenjahres zu kurz, um die Entscheidung nochmals zu vertagen. Nach langer Diskussion und sogar einer Sitzungsunterbrechung für fraktionsinterne Beratungen wurde der AGL-Antrag abgelehnt.

Bürgermeister Bernhard Martin betonte, dass man die Einsparungen durch die Gruppenschließung wieder für die Kinderbetreuung einsetzen wolle, beispielsweise für eine stärkere Schulsozialarbeit oder eben die Betreuung von Kindern unter drei Jahren.

18.05.06

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