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Rechte der Bürger schützen und verteidigen


Vor 40 Jahren wurde die Reservistenkameradschaft Eberbach auf Initiative von Oberstleutnant d.R Roland Schlager gegründet. Seit nahezu 30 Jahren leitet OTL d.R. Klaus Kappes die Geschicke der RK Eberbach und zeichnete anläßlich des Jubiläums zahlreiche Mitglieder aus. (Fotos: Böhm)

(ub) Als Vorsitzender begrüßte Oberstleutnant d.R. Klaus Kappes weit über 100 Mitglieder und Gäste zur Jubiläumsfeier anlässlich des 40jährigen Bestehens der Reservistenkameradschaft (RK) Eberbach.
Auf Initiative von Oberst a.D. Roland Ziegler fand am 1. Mai 1966 die Gründungsversammlung im Gasthaus „Rose“ statt, informierte Kappes. Zum Vorsitzenden wurde damals Jürgen Schlager gewählt. Seit nahezu 30 Jahren hat Klaus Kappes dieses Amt nun inne. Auf langjährige Mitglieder kann die RK Eberbach ebenfalls verweisen, die bei der Feier geehrt und ausgezeichnet wurden. So gehören Roland Ziegler und Ernst Straub bereits seit 45 Jahren dem Verband der Reservisten Baden-Württemberg an. Kappes freute sich, auch Gründungsmitglied Jürgen Dilo in der Mitte seiner Kameraden und Gäste begrüßen zu können.
In seiner Ansprache ging Kappes auf die Zeit des Kalten Krieges vor 40 Jahren ein, als noch keine Angehöriger der Bundeswehr oder Reservist wusste, ob die Spannungen zwischen den Großmächten nicht zu einem erneuten Krieg eskalieren würde. Dank einer vernünftigen Politik und der Bereitschaft von Bundeswehr und Reservisten, die stets bereits waren, für die Werte der freiheitlich demokratischen Grundordnung einzutreten und notfalls zu verteidigen, sei der Ernstfall erspart geblieben. Kappes würdigte die geschichtliche Entwicklung und betonte, dass „wir in der längsten Friedenszeit in der Geschichte unseres Landes leben, obwohl immer schlimmere und verheerendere Waffen entwickelt würden“. Auch ein Teil der Eberbacher Reservistenkameradschaft habe die letzten 40 Jahre aktiv oder als mobbeorderter Reservist miterlebt – und das zu Zeiten, als sich der Warschauer Pakt auflöste, die DDR mit der innerdeutschen Grenze verschwand und die Wiedervereinigung erfolgte. Auch seinen einige ehemalige Staaten des Warschauer Paktes nun Mitgliedsstaaten der NATO.
Innerhalb der RK Eberbach haben sich in den letzten vier Jahrzehnten zahlreiche Entwicklungen ergeben, informierte Kappes in seiner Chronologie. 1975 wurde er zum Kompaniechef der Sicherungskompanie 5223 ernannt und der damalige Befehlshaber des Territorialkommandos Süd, General Greiner, ermöglichte es ihm, als Pilotprojekt eine „RK-Mob“ ins Leben zu rufen. Mit dieser RK-Mob konnte er wehrfähige Reservisten aus Eberbach und der Umgebung in diese Sicherungskompanie einberufen lassen. Später entwickelte sich daraus die weit über die Region hinaus bekannte „Odenwald-Kompanie“, später auch „Eberbacher Kompanie“ genannt mit dem Eber im Wappen. Jürgen Brandhuber, Eberhard Meusel, Harald Siefert, Georg Strobl, Rudi Joho, Michael Karl, Kurt Willnauer, Uwe Göhrig, Helmut Baier, Wolfgang Michel und Manfred Pinz waren über viele Jahre hinweg Angehörige dieser Sicherungskompanie, die später zur Heimatschutzkompanie 5222 wurde. In seinem Rückblick betonte Kappes, dass über mehr als 15 Jahre hinweg besonders auch die vielen gemeinsamen Wehr- , Wochenend- und Kurzwehrübungen sowie die dienstlichen Veranstaltungen die Reservistenkameradschaft Eberbach zusammen schweißten. „Diese Kameradschaft basiert auf Verlässlichkeit, Vertrauen und gegenseitige Hilfsbereitschaft, die uns im Vergleich zu anderen Einheiten auszeichnet“ freute sich Kappes. Über die Kompanie sei es auch stets möglich gewesen, jährlich mehrere Schießen durchzuführen oder an Schießen teilzunehmen. Bei den alle zwei Jahre stattfindenden Gästeschießen lud die RK Eberbach stets auch Organisationen wie THW, DLRG, Polizei, DRK Marinekameradschaft und weitere Teilnehmer ein und konnte durch verschiedene Aktionen die Mitgliederzahl auf über 100 Mitglieder steigern. In den 80er Jahren, fuhr Kappes fort, führten die politischen Entspannungen zur Auflösung des Territorialheeres und 1990 letztlich zur Auflösung aller Heimatschutzkompanien. Die RK Eberbach war zwischenzeitlich eine anerkannte und hoch angesehene Vereinigung und fester Bestandteil des Eberbacher Geschehens. Durch das hohe Sach- und Fachwissen haben Mannschaften und Abordnungen der RK Eberbach seit 1973 bei regionalen und überregionalen Wettkämpfen meist Erstplatzierungen erzielen können. Diese guten Schießergebnisse führten dazu, dass unter der Leitung von Wolfgang Michel, Günter Breidinger und Jürgen Brandhuber die Reservisten AG „Schießsport“ ins Leben gerufen wurde, die auf militärischer und Reservistenebene und bis zu Landeswettkämpfen sehr erfolgreich und bekannt ist. Kritisch bewertete Kappes die bundesweite Reduzierung der Truppenstärke, durch die sich auch die zur Verfügung stehenden Gelder für die Reservistenkameradschaft mit ihren vielfältigen Aufgaben auf ein Minimum reduzierte. „Um in der Öffentlichkeit weiter präsent zu sein, hatte Rudi Joho eine alte Feldküche beschafft, die gemeinsam auch mit Karl Häffner und anderen Kameraden liebevoll restauriert wurde“, erläuterte Kappes. Der Vorsitzende betonte, dass „die Reservistenkameradschaft nur lebt und überleben könne, wenn der Verantwortliche sich auf einen harten Kern von Kameraden verlassen kann“. Dieser sei in Eberbach vorhanden und Kappes sprach seinen Dank auch an die Familien der Reservisten, die das Engagement ihrer Angehörigen stets akzeptieren und unterstützen würden.

Oberstleutnant d.R. Karl- Heinz Flach überbrachte in seinem Grußwort die Glückwünsche des Kreisverbandes der Reservisten der Kreisgruppe Neckar-Odenwald und äußerte den Wunsch, dass die erfolgreiche RK Eberbach auch weiterhin kameradschaftlich zusammenhalten möge. In den vergangenen Jahren , die überwiegend von guten Zeiten geprägt gewesen seien, habe Klaus Kappes mit seiner Kameradschaft viel persönlichen Einsatz gezeigt, werte gepflegt und auch vorgelebt. Nur durch ein tatkräftiges Wirken sei eine Gruppe kontinuierlich erfolgreich.

Roland Schlager betonte als ehemaliger Vorsitzender der RK Eberbach, dass die Gründerzeit eine „wilde Zeit“ gewesen sei. Drei Dutzend Kameradschaften habe er selbst im Gasthaus „Rose“ gegründet. Hans- Jürgen Dilo sei ihm stets zur Seite gestanden und er sei stolz darauf, dass „ es eine seiner besten Taten war, diese RK Eberbach zu gründen- eine der stärksten im Landesverband“.

MdL a.D. Gerd Teßmer betonte, dass der Ausspruch „Ich diene“ nichts Schlimmes sei. Vielmehr böte er die Chance, der Bevölkerung zu zeigen, dass Reservisten nicht im Wald rumballern wollen, sondern im Ernstfall die Rechte der Bürger schützen und verteidigen werden.

Mit einem Festbankett klang die Jubiläumsveranstaltung zur 40 Jahrfeier der Reservistenkameradschaft Eberbach aus.

Zuvor nahm Vorsitzender Klaus Kappes Ehrungen langjähriger Mitglieder vor.
Für fünfjährige Mitgliedschaft wurden Kurt Prilipp, Alexander Grimm, Sebastian Bock, Jens Kristall, Steffen Bock, Torsten Wild, Frank Zimmermann, Dominik Nahm, Jürgen und Thomas Wagner, Dieter Wäsch und Wilhelm Bartmann ausgezeichnet. Für 10jähriges Engagement dankte Klaus Kappes den Mitgliedern Gerd Diefenbacher, Stadtrat Markus Deschner und Karl Häffner. Seit 15 Jahren gehören Hans- Jürgen Piller, Michael Karl, Hardi Niddel und Georg Hellmuth der RK Eberbach an und wurden geehrt. Der aus persönlichen Gründen verhinderte General a.D. Günther Schmelzer wurde in Abwesenheit gemeinsam mit Rudi Joho, Wolfgang Michel, Jürgen Gischas, Markus Michel, Dieter Jeitner und Robert Joho für mindestens 20jährige Zugehörigkeit zur RK Eberbach ausgezeichnet. Bereits seit über 25 Jahren sind Dieter Schucht , Hubert Kos, Günther Breidinger, Heinrich Hilbert und Carlo Kristall der RK verbunden und erhielten von Klaus Kappes eine Urkunde. Drei Kameraden namens Eberhard Meusel, Georg Strobl und Reinhold Stillner wurden für 30jährige RK-Zugehörigkeit belobigt. Fünf RK-Mitglieder sind seit über 35 Jahren im Dienste der RK aktiv: Jürgen Schlager, Harald Siefert, Jürgen Brandhuber, Karl- Theodor Müller und Vorsitzender Klaus Kappes, der seine Urkunde vom Kreisvorsitzenden Karl-Heinz Flach erhielt. Auf ein seltenes Jubiläum kann RK- Gründungsmitglied Hans-Jürgen Dilo zurückblicken. Seit 40 Jahre hält er der RK Eberbach die Treue. Die zwei ältesten Mitglieder sind der RK- Gründer Roland Ziegler und sein Kamerad Ernst Straub, die sich beide seit 45 Jahren der Reservistenkameradschaft verbunden fühlen.

07.01.07

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