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Schallschutzvorhang ist dem Gemeinderat zu teuer


(Foto:Richter)

(hr) Noch keine Entscheidung konnte der Gemeinderat gestern über Schallschutzmaßnahmen am Hohenstaufen-Gymnasium treffen. Der Tagesordnungspunkt wurde nach kurzer Debatte vertagt.

"Musik wird oft als Lärm empfunden, da sie mit Geräusch verbunden", von dieser Weisheit aus der Feder Wilhelm Buschs können die Anwohner neben dem Gymnasium am Itterberg ein Lied singen. Offenbar gereichen ihnen die musikalischen Ergüsse der Schüler aus bisweilen geöffneten Fenstern nicht immer zum Genuss, und so wurden sie im Zuge der Planungen für Umbau und Erweiterung des Gymnasiums bei der Verwaltung mit Lärmbeschwerden vorstellig. Dessen ungeachtet hat im August letzten Jahres das Baurechtsamt in Heidelberg grünes Licht für den Umbau gegeben. In die Baugenehmigung wurden damals keine Auflagen für Schallschutzmaßnahmen aufgenommen.
Die Verwaltung wollte es trotzdem genau wissen und ließ Lärmmessungen in der Nachbarschaft des Musiktraktes durchführen. Und siehe da: Die zulässigen Dezibel-Werte im Wohngebiet wurden teilweise erheblich überschritten. Um möglichen rechtlichen Auseinandersetzungen in Zukunft vorzubeugen, will man nun doch Maßnahmen ergreifen, um die musikalischen Emissionen zurückzuhalten. Unter verschiedenen Alternativen wurde vom Stadtbauamt schließlich eine so genannte "Vorhangfassade" favorisiert. Dabei wird im Abstand von rund einem dreiviertel Meter vor der Außenwand des Gebäudes eine geschlossene Glasfront angebracht, damit der Lärm selbst bei geöffneten Zimmerfenstern nicht mehr direkt in Richtung der Nachbarschaft entweichen kann. Die jährlichen Unterhaltungskosten für den Glasvorhang wären gering, aber die Investition hätte den Gegenwert eines Einfamilienhauses: 152.500 Euro, so die Schätzung des Architekten.
SPD-Fraktionssprecher Bruno Schmitt hält das für übertrieben. Er glaubt, dass nicht alle Alternativen gründlich genug geprüft wurden, um zu einer günstigeren Lösung zu kommen. Schmitt bezweifelt auch, ob schultypische Schallemissionen überhaupt als "Lärm" im Sinne der Rechtsvorschriften angesehen werden müssten: "Dann müssten wir die ganze Schule unter eine Lärmschutzglocke stellen". Die SPD beantragte deshalb die Vertagung des Themas mit dem Auftrag an die Verwaltung, kostengünstigere Lösungen vorzuschlagen. Die anderen Ratsfraktionen stimmten zu.

02.03.07

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