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Unter Gottes Zelt vereint


Links: "Unter Gottes Zelt vereint" feierten Eberbacher Frauen mit Leib und Seele den Weltgebetstag in der Kirche St. Josef, rechts: Die Instrumentalgruppe und der Chor unter der Leitung von Erika Hils (sitzend mit Flöte) begleiteten die Lieder aus Paraguay. (Fotos: Nolten-Casado)

(bro) (bnc) Ein blaues Tuch, zeltdachartig über dem Eingang drapiert, hieß die Besucherinnen des Weltgebetstages am Freitagabend in der katholischen Kirche St. Josef in Eberbach-Nord willkommen, ließ sie eintreten in das Zelt Abrahams und Sarahs, deren alles verändernde Begegnung mit Gott im Mittelpunkt des diesjährigen Gottesdienstes stand. Frauen aus Paraguay haben die Gebetsordnung entworfen, haben ihre Geschlechtsgenossinnen in über 170 Ländern eingeladen, ihre Anliegen, ihre Sorgen und Nöte gemeinsam mit ihnen vor Gott zu bringen. Wie die verschiedenen Muster der kunstvoll gefertigten paraguayischen Ñandutí-Spitze durch einen einzigen Faden zu einem Ganzen vereint werden, so sollten Frauen aller Länder und Konfessionen diesen Abend in gegenseitiger Verbundenheit "unter Gottes Zelt vereint" miteinander verbringen.
Rund sechs Millionen Menschen bewohnen Paraguay, das dank des subtropischen Klimas mit einer üppigen Pflanzenwelt und einzigartigen Tieren gesegnet ist. Verschiedene Guaraní-Völker lebten dort, als 1525 spanische Eroberer auf der Suche nach Bodenschätzen ins Land kamen. Heute haben über 90 Prozent der Menschen indigene und europäische Vorfahren. Ein Großteil von ihnen lebt in bitterer Armut, der Demokratisierungsprozess kommt nach 34 Jahre dauernder Diktatur nur langsam voran. Landflucht und Migration sind die Folge, Korruption und Kriminalität an der Tagesordnung. Und besonders Frauen sind von Diskriminierung und Gewalt betroffen.
Doch wer auf Gott vertraut, dem wird er aus seiner Not heraushelfen, sind die Frauen aus Paraguay überzeugt. Wie Sarah mit neunzig Jahren noch Mutter wurde, so wird Gott all denen "ein Lachen bereiten", die an das Unmögliche glauben und offen sind für das Unerwartete. So sang man am Freitagabend in ökumenischer Einheit die melodischen lateinamerikanischen Weisen in spanischer und deutscher Sprache, zuweilen auch in guaraní, der Sprache der "Indígenas", der Eingeborenen Paraguays. Unterstützt wurde der Gesang der rund hundert Eberbacherinnen dabei von Chor und Instrumentalgruppe unter der Leitung von Erika Hils. Zu Beginn des Gottesdienstes zogen drei Frauen mit einem blauen Tuch hoch über ihren Köpfen in die Kirche ein. Um die Schultern gelegt wurde aus dem Symbol des bergenden Zeltes schließlich der schützende Mantel als Zeichen für Gottes Gegenwart. Nach einem Willkommensgruß aus Paraguay folgte ein Lobpreis Gottes, dann ein Dank für seinen Schutz selbst in den dunklen Zeiten der Geschichte des Landes, für die Fruchtbarkeit der Erde und für die Menschen mit ihrer Wärme und Gastfreundschaft. Man betete um die Kraft, sich Gewalt und Korruption zu widersetzen und die wunderbare Schöpfung vor Habgier und Ausbeutung zu bewahren. Und mit ihrer Geldspende setzten deutsche Frauen ein Zeichen dafür, dass sie nicht nur im Beten für die Frauen Paraguays einstehen, sondern auch materielle Güter mit ihnen teilen wollten. Die Geschichte von Abraham und Sarah und ihrer Begegnung mit Gott bei den Eichen von Mamre wurde gelesen und von einigen Frauen in Szene gesetzt. Zum Abschluss des Abends traf man sich dann noch bei Tee und Gebäck zum gemütlichen Ausklang in der Unterkirche.

05.03.07

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