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Naturschutzverbände: Für die Brücke besteht kein Bedarf

(hr) (hof) Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), Landesnaturschutzverband (LNV) und Naturschutzbund (NABU) protestieren gemeinsam gegen die vom Gemeinderat Zwingenberg geplante Neckarbrücke. Sie sei verkehrspolitisch überflüssig, würde das Landschaftsbild verschandeln und Steuergelder verschwenden, die an anderer Stelle dringend gebraucht würden.

Die Naturschützer halten die Schrägseilbrücke mit einer Spannweite von 215 Metern und zwei 40 Meter hohen Pylonen mit 24 Tragseilen für völlig überdimensioniert. Die Ausmaße dieses Bauwerks seien für die meisten Bürger bislang nur schwer vorstellbar. "Gerade weil es im Neckartal bereits zahlreiche Brücken und Schleusen gibt, sollte in Zwingenberg der freie Blick auf die Landschaft nicht verbaut werden", so Andre Baumann, stellv. Landesvorsitzender des NABU. Zudem fiele mit der Fähre ein selten gewordener Anziehungspunkt für Radfahrtouristen weg.

Das Verkehrsaufkommen halten die Brückengegner für äußerst gering. Die nächste Brücke in Neckargerach sei nur 3,5 km entfernt - eine Strecke, die für Pkw durchaus zumutbar sei. Daher sei es unnötig, eine so genannte "Radweg-Brücke" zu bauen, die jedoch für Lkw bis 48 Tonnen Gewicht ausgelegt sei. 6,5 Millionen Euro soll das Bauwerk kosten. Die Naturschützer verlangen, die Wirtschaftlichkeit der Brücke nach den Gesamtkosten des Projekts und nicht nur nach den Kosten für die Gemeinde zu beurteilen. Die lägen nämlich nur bei rund 200.000 Euro. "Die Geldmittel für den Brückenbau fehlen an anderen Stellen, z.B. beim Erhalt der verkehrlichen Infrastruktur" moniert Alfons Buchtela, Regionalgeschäftsführer des BUND. Der Erhalt und die Modernisierung der Fähre seien wesentlich kostengünstiger als ein Brückenneubau. Die 28 Jahre alte Zwingenberger Fähre könne jederzeit sicherheitstechnisch nachgerüstet werden. Eine moderne Radaranlage erlaube einen sicheren Fährbetrieb auch bei Dunkelheit oder Nebel.

Der Erläuterungsbericht zum Brückenbauplan, den Bürgermeister Peter Kirchesch unterschrieben hat, lege die wahren Gründe für das Projekt offen, das für eine simple Fahrradbrücke viel zu groß dimensioniert sei. In dem Bericht ist zu lesen, dass die Gemeinde auf dem Hoffeld am linken Neckarufer eine Ortserweiterung plant. Seitdem Kritiker die Verantwortlichen darauf hingewiesen haben, dass der bis 2020 gültige Flächennutzungsplan eine Bebauung des Landschaftsschutzgebietes Hoffeld nicht erlaubt, wird das Argument der Ortserweiterung von offizieller Seite nicht mehr genannt.

In der kommenden Woche befasst sich der Petitionsausschuss des Landtags mit der Problematik. Die öffentliche Sitzung findet am Montag, 14. Mai, um 10.30 Uhr in der Turn- und Vereinshalle beim Sportplatz Zwingenberg statt. Die interessierten Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen.

12.05.07

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