WERBUNG


Volksbank Neckartal

Gelita

Sparkasse Neckartal-Odenwald

www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de
Mittwoch, 17. Januar 2018
              
Das Wetter in: 
EBERBACH
 STARTSEITE  |  VIDEOS  |  TERMINE  |  FORUM  |  ANZEIGENMARKT 

Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Fotos/Videos bestellen

Petitionsausschuss gibt grünes Licht für Neckarbrücke


Naturschützer befürchten durch die Schrägseilbrücke eine Störung des Landschaftsbildes bei Zwingenberg. (Fotos:C.Richter)

(cr) Der geplante Bau einer Neckarbrücke in Zwingenberg hat jetzt eine weitere Hürde genommen. Der Petitionsausschuss des Landtags hat heute die Petition des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) gegen den Brückenbau zurückgewiesen. Gestern hatten sich Mitglieder des Ausschusses in Zwingenberg ein Bild von den örtlichen Gegebenheiten gemacht und die Argumente der Gegner und der Befürworter des Bauwerks angehört.

Geplant ist eine so genannte Schrägseilbrücke mit einer Spannweite von 215 Metern und zwei etwa 40 Meter hohen Stahlpylonen. In erster Linie soll die Brücke dem Fahrradverkehr dienen, aber auch einspurigen Auto- und Lastwagenverkehr zulassen. Für Bürgermeister Peter Kirchesch und den Zwingenberger Gemeinderat gibt es zu der Brücke keine Alternative. Die Radwegverbindung vom rechten auf das linke Neckarufer hat überregionale Bedeutung, denn hier laufen gleich drei Landes- und zwei überregionale bzw. Bundesradwege, so Kirchesch. Gut 20.000 Radfahrer sollen es sein, die jährlich an dieser Stelle den Fluss überqueren. Bisher müssen die Radler die Neckarfähre benutzen. Die Gemeinde befürchtet, dass das jährliche Defizit der Fähre künftig an die 100.000 Euro betragen könnte. Die Brücke hingegen würde die Zwingenberger höchstens 200.000 Euro kosten - einmalig. Der "Rest" der geschätzten 6,5 Millionen Euro Baukosten kommt als Zuschuss von Bund und Land - ein wohlfeiles Angebot also für die Gemeinde an der Neckarbiegung.
Neben den wirtschaftlichen Erwägungen spielen für die Zwingenberger aber auch Sicherheitsaspekte eine wichtige Rolle: Die querende Fähre an unübersichtlicher Stelle sei ein Risiko für die Schifffahrt, urteilt Kirchesch. Außerdem seien Rettungsfahrzeuge künftig in Notfällen über die Brücke schneller auf der anderen Neckarseite, argumentieren die Befürworter der Brücke weiter.
Vor allem auf dieser anderen Neckarseite setzen die Brückengegner an. Dort ist nämlich nichts als ein großes Landschaftsschutzgebiet und zwei saisonal genutzte Einrichtungen: ein Bootshafen mit Campingplatz und das Naturfreundehaus. Lediglich eine schmale Verbindungsstraße führt nach Neunkirchen. Obwohl nach dem gültigen Flächennutzungsplan hier eine weitere Bebauung vorerst ausgeschlossen erscheint, habe eine Erweiterung Zwingenbergs am linken Neckarufer bei der Beantragung der Fördermittel eine wesentliche Rolle gespielt, so der NABU in seiner Petition. Als Großbauwerk störe die Brücke das Natur- und Landschaftsbild erheblich, meinen die Naturschützer und würden lieber die touristisch interessante Fähre erhalten. Im übrigen halten sie die Wirtschaftlichkeitserwägungen der Gemeinde für fadenscheinig, weil sie nur den kleinen Gemeindeanteil von rund 3 Prozent an den Gesamtbaukosten berücksichtigen und das erwartete Defizit der Fähre unrealistisch hoch angesetzt sei.

Der Vorsitzende des Petitionsausschusses, CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Döpper, gab das Ergebnis der Beratungen heute bekannt. Er hält die Brücke für "die sinnvollste Lösung für die Querung des Neckars an dieser Stelle" und ist überzeugt, dass sie bald zum gewohnten Landschaftsbild gehören werde. "Der Ausschuss hat die Argumente sorgfältig geprüft und abgewogen. Ich denke, dass die Vorteile einer Brücke auf lange Sicht überwiegen", so Döpper abschließend.

15.05.07

[zurück zur Übersicht]

© 2007 www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de Druckansicht
eMail senden nach oben

[STARTSEITE]    [VIDEOS]    [TERMINE]    [FORUM]    [ANZEIGENMARKT]
©2000-2017 maxxweb.de Internet-Dienstleistungen
[IMPRESSUM]


WERBUNG


THW

Reha-Zentrum Neckar-Odenwald

Autohaus Ebert