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„Die Zauberflöte“ als zweite große Opernproduktion bei den Schlossfestspielen Zwingenberg

(ag) (bnc) Zauberspuk und Philosophie, Märchenhaftes und Burleskes, gepaart mit eingängigen Melodien und atemberaubenden Koloraturen: Das sind die Ingredienzien, die Mozarts „Zauberflöte“ zu einer der bekanntesten und am häufigsten inszenierten Opern weltweit gemacht haben. Am Samstag, 4. August, feiert die Zauberflöte ihre Premiere als zweite große Opernproduktion bei den diesjährigen Zwingenberger Schlossfestspielen.

Inhaltlich steht das am 30. September 1791, nur wenige Wochen vor Mozarts Tod, in einem Wiener Vorstadttheater uraufgeführte Werk in der Tradition des damals sehr populären Alt-Wiener-Zaubertheaters mit märchenhaften Inhalten und spektakulären Bühnenverwandlungen. Die Struktur des Märchens will auch Regisseur Thomas Weber-Schallauer seiner Zwingenberger Inszenierung zugrundelegen.

Die Geschichte ist verzwickt: Sarastro hat Pamina, die Tochter der „sternflammenden Königin der Nacht“ in sein Zauberreich entführt. Tamino soll sie befreien und zur Mutter zurückbringen, als Dank sie zur Gattin bekommen. Doch das Geschehen entwickelt sich anders als erwartet: begleitet vom lustigen Vogelfänger Papageno lernt Tamino in Sarastro statt einen bösen Dämonen den höchsten Priester eines geheimnisvollen Kultes kennen, der ihn schließlich zur Reinheit und Tugend führt und die Standhaftigkeit der Liebenden belohnt.

Diese Kultgemeinde will Thomas Weber-Schallauer in die Lebenswirklichkeit des heutigen Menschen hineinholen. Die Priester und Eingeweihten um Sarastro werden dabei zur „spirituell-militanten“ Gruppierung, wie sie aus der Sicht des Regisseurs in allen Kulturen und zu allen Zeiten anzutreffen sind. Besonders inspiriert fühlt er sich auch durch die Widersprüchlichkeiten im Text, die er produktiv nutzen möchte. „Alle Figuren tragen Widersprüche in sich, aber gerade das macht sie reizvoll“, sagt der Mann, der sich bislang insbesondere durch seine Inszenierung von Shakespeare-Dramen bei der „bremer shakespeare company“ einen Namen gemacht hat. Dazu kommt das Wechselbad aus Komik und Dramatik. „Ich lege viel Wert auf Situationskomik“, betont er. Und doch: „Es wollen sich Leute umbringen, die Königin der Nacht soll getötet werden – darüber kann man doch nicht so kunterbunt hinwegbügeln.“

Die Kontraste sind es auch, die den musikalischen Leiter der Zwingenberger Zauberflöte, Roland Techet, faszinieren. Das Riesenspektrum an verschiedenen musikalischen Ausdrucksformen macht für ihn den großen Reiz dieser Oper aus. Vom innigen Ausdruck Taminos, von der herzlichen Naivität Paminas und ihrem wehmütigen Schmerz hebt sich der burleske Ton Papagenos ab. Die Arien der Königin der Nacht, die das Gepräge der alten Opera seria tragen, kontrastieren mit Sarastros Reich, dem Holzbläser und Posaunen einen warmen, übersinnlichen Glanz verleihen. Volksliedhaftes tritt in der Zauberflöte ebenso zutage wie die Bearbeitung eines protestantischen Chorals.
Roland Techet, seit 2001 Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, hat schon viele Mozart-Opern dirigiert. Dabei stellt die Zauberflöte für ihn das große musikalische und theatralische Vermächtnis des Meisters dar, in dem es diesem zuweilen „mit einem einfachen Dreiklang gelingt eine ganze Welt zu beschreiben“.
In der Rolle der Königin der Nacht wird Vera Trifanova zu hören und zu sehen sein, Mario Klein übernimmt den Part des Sarastro. Girard Rhoden ist als Tamino, Christine März als Pamina und Marcus Seimel als Papageno zu erleben.

Premiere ist am Samstag, 4. August, um 20 Uhr im Schlosshof. Weitere Aufführungen der Zauberflöte folgen am 11. August und am 16. August, jeweils um 20 Uhr. Kartenreservierungen telefonisch unter (06263) 771 oder im Internet.

Infos im Internet:
www.schlossfestspiele-zwingenberg.de


24.07.07

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