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Von der Liebe Glück und derer Prüfungen – Große Oper: Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart


Szenenbilder: Mario Klein als zauberhafter Sarastro mit Gefolge; Vera Trifanova als Königin der Nacht; eine herrliche Pamina, gespielt von Christine Merz sowie Papageno (Marcus Seimel) (v.l.) (Fotos:Gündling)

(ag) Das berühmte Bühnenbild von Karl Friedrich Schinkel mit seiner Ummalung der Königin der Nacht musste für die Aufführung der Zauberflöte gestern Abend in Zwingenberg zum Glück nicht nachgebaut werden. Schließlich leuchteten die Sterne über dem Schloss und damit über dem Geschehen. Und sie leuchteten märchenhaft für die Akteure, die mit ihren Stimmen gestern Abend das Publikum auf dem Zwingenberger Schloss verzauberten.

„Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart, eines der großen Opernwerke, mit seinem humanistischen Gedankengut, welches durch Sarastro und seinen Priesterrat vertreten wird, ist die Oper, die Mozart vor seinem Tod vollendete: Über welcher der Geist der Freimaurerei mit den fünf Grundidealen: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität schwebt. Schließlich war Mozart in dieser Loge. Und ein wenig Gedankengut von Immanuel Kant lässt sich vielleicht auch darinnen finden. Hatte dieser schließlich einmal den gelehrten Satz gesprochen: „Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“

Mit einem gewagten, durchbrochenen Bühnenbild zwischen zeitlich jetzigen Elementen und zarten märchenhaften Anklängen lieferte Sebastian Titze die Umgebung, in welcher die starken Stimmen der gestrigen Besetzung mit Girard Rhoden, der den Tamino sang oder Christine Merz (Gesangspartie der Pamina) sich herrlich entfalten konnten. Man erlebte zwei Liebesgeschichten zweier Helden, Tamino und Papageno (hervorragende Leistung von Marcus Seimel!), wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch während Tamino sich in Weisheit und allerlei Schwierigem üben musste, um seine Angebetete für sich zu gewinnen, durfte Papageno alles falsch machen und bekam seine Papagena (Anne Ellersiek) am Ende doch. Die liebenden Figuren, wie sie unter der Inszenierung von Thomas Weber-Schallauer und Regieassistenz Ulrike Rapp, oft sehr auseinandergezogen, geführt wurden, schauten jedoch dem Tode beängstigend nahe ins Auge, die eigentliche Prüfung für ihr Glück des Findens der Geliebten oder des Geliebten. – Tragische, lustige und mystische Elemente, das Changieren zwischen Gutem und Bösem, spiegelten sich in dieser Oper, die mal ernsthaft, mal komisch herüberkam und die Zuschauer nicht nur szenisch als auch musikalisch fesselte, sondern auch nachdenklich machen ließ über die Vergänglichkeit und das wahre Glück auf der Erde.

Unter der musikalischen Leitung von Roland Techet wurde die Handlung mit einer stabilen, unterschwelligen und zart tragenden Musikalität fundamentiert, so dass ein Sarastro (Mario Klein) oder die Königin der Nacht (Vera Trifanova) mit ihrem Gesang berührten. – Unter der Leitung von Klaus Eisenmann hatte sich der Chor der Zwingenberger Schlossfestspiele in hohe Gefilde aufgeschwungen und auch die szenische Umsetzung verdiente gewiss den tosenden Applaus, welchen das Publikum am Ende der Vorstellung von Herzen spendete.

Infos im Internet:
www.schlossfestspiele-zwingenberg.de


05.08.07

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