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Sechs Verletzte bei Feuerwehrübung in Haag


Die fünf Schönbrunner Feuerwehren im Einsatz bei der Personenrettung am Silo. Die zu rettende Person könnte im Ernstfall nur mit der Eberbacher Drehleiter vom Silo herunter geholt werden. Feuerwehrmänner bemühen sich, Gerd Ludwig, der die verletzte Person mimt, mit der Drehleiter vom Silo zu holen. Rechts der stellvertretende Kreisbrandmeister und Einsatzleiter vor Ort Udo Dentz, Kommandant Hans Werner Münz, Gemeinderätinnen Karin Koch und Christiane Lindenbach, Leiter des Polizeireviers Eberbach Erich Lindenthal und Bürgermeister Roland Schilling. (Fotos: Böhm)

(ub) Pünktlich um 9.30 Uhr löste Hans Werner Münz, zugleich auch Kommandant der Haager Freiwilligen Feuerwehr, mit seinem Handy über die Rufnummer 112 einen Alarm bei der Rettungsleitstelle in Ladenburg aus. Eigentlich sollte diese Ehre Bürgermeister Roland Schilling zuteil werden, aber dieser wusste natürlich zu diesem Zeitpunkt offiziell noch nichts vom Krisenfall in seiner Gemeinde. Nahezu alle Schönbrunner Floriansjünger aus allen fünf Ortsteilen eilten sofort zum Einsatzort nach Haag. Das DRK Schönbrunn versorgte die Verletzten optimal und die Polizei regelte sicher den Verkehr. Für die vielen Zuschauer am Rande der diesjährigen Hauptübung gab es bei diesem sehr interessant gestalteten Einsatz viel zu sehen.

Was beim Alarm über die Rufnummer 112 noch nicht zufrieden stellend ist, sei die Alarmierung der Rettungsleitstelle Ladenburg per Festnetz. Der Alarm ginge, so Kommandant Hans Werner Münz, in den Schönbrunner Ortsteilen Schwanheim und Haag per Festnetz über das Ortsnetz Aglasterhausen und dann erst zur Leitstelle, in den übrigen drei Ortsteilen würde die Verbindung über Heppenheim zur Leitstelle geschaltet. Beim jetzigen Alarm per Handy habe alles perfekt funktioniert. Am Einsatzort in Haag war bereits nach wenigen Sekunden die Sirene laut vernehmbar. Sage und schreibe 98 von insgesamt 110 Feuerwehrmännern und - frauen aus allen fünf Ortsteilen trafen gemeinsam mit 13 Helfern des DRK Schönbrunn unter der Leitung von Holger Winterbauer, dem Team der Eberbacher Feuerwehr mit ihrer Drehleiter und Einsatzkräften des Eberbacher Polizeireviers kurz hintereinander bei der Kunstschmiede der Firma Winterbauer in Haag ein, um insgesamt sechs verunglückte Mitarbeiter zu retten. Als Ausbilder der Feuerwehrschule hatte sich der stellvertretende Kreisbrandmeister Udo Dentz eine interessante Übungssituation ausgedacht. Hinter dem Ausstellungsraum der Kunstschmiede wurden Metallbauarbeiten in einer Halle durchgeführt, von der aus mehrere Räume auf zwei Ebenen zugänglich sind. Direkt an die Halle grenzt ein Lackier- und Sandstrahlbereich und an deren Rückseite steht ein etwa 12 Meter hoher Ausgleichssilo. Auf dem Firmengelände befindet sich eine weitere kleine Halle und ein Wohnhaus. Das Gelände ist von nahezu allen Seiten zugänglich. Bei der Unfallsituation wurde angenommen, dass ein Mitarbeiter der Firma auf dem Silo gerade mit Reinigungs- und Wartungsarbeiten beschäftigt war und dabei einen Herzanfall erlitt. Ein zu Hilfe eilender Kollege legt unachtsam seinen Schweißbrenner zur Seite und entzündet versehentlich in der Halle gelagertes Material. Rauch entwickelt sich in der gesamten Halle und weitere Mitarbeiter können sich nicht rechtzeitig aus der verqualmten Halle retten. Trupps mit schwerem Atemschutz dringen in die Halle ein und Kollegen bekämpfen derweil in und an dem Gebäude den Brand mit eilends aus einem benachbarten Wasserhydranten und der Bach entnommenem Löschwasser. Um 9.55 Uhr ist ein Funkspruch zwischen Feuerwehr und Einsatzleitung vernehmbar: "Fünf Personen sind gerettet und werden vorbildlich vom DRK versorgt". Die Rettung des potentiellen Herzinfarktpatienten Gerd Ludwig auf dem Silo gestaltet sich schon schwieriger. Mit Hilfe des Teams der Eberbacher Feuerwehr und ihrer Drehleiter, das bereits nach rund 15 Minuten in Haag eintraf, gelingt es, den Verunglückten in luftiger Höhe auf eine Trage zu legen und etwa 30 Minuten nach der Alarmierung zu retten.

Bei der späteren Manöverkritik erklärte Dentz nochmals allen Feuerwehrkameraden und Zuschauern die in der Hauptübung vorgefundene Einsatzsituation und die Aufgaben der jeweiligen Wehren. Auch Kommandant Münz zeigte sich erfreut über den gelungenen Ablauf der diesjährigen Hauptübung. Bürgermeister Roland Schilling lobte die realitätsnahe Übung und die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungsdienste vor Ort. Seinen Dank sprach er allen Beteiligten, dem raschen Einsatz der Eberbacher Feuerwehr und der ausgezeichneten Verkehrsreglung durch die Eberbacher Polizei aus. Hans Werner Münz, der alle Mitwirkenden noch zu einer Brezel und einem Umtrunk einlud, wünscht sich für weitere Übungen vergleichbare Objekte, um weiterhin optimal den Ernstfall üben zu können.

16.09.07

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