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Aufgespannte Schicksalsfäden in leidenschaftlicher Vertonung - Werke von Schubert und Berg


Das „Australian String Quartet“ mit Sophie Rowell und Anne Horton an den Violinen, mit Saly Boud, die die Viola führte und Rachel Johnston am Violoncello, gestern Abend im Evangelischen Gemeindehaus (Fotos:Gündling)

(ag) Internationale Gäste, Gäste von weit her, Botschafter der Musik, die Grenzen übergreift, kamen gestern Abend nach Eberbach ins Evangelische Gemeindehaus. Das „Australian String Quartet“ brachte Musik von Franz Schubert und Alban Berg mit und als kulturelle Repräsentanten für den Staat Australien überbrachten die vier herausragenden Musikerinnen das Flair von internationaler Wertschätzung für die Stadt. – Somit eröffnete die 59. Reihe der Kunstfreunde Eberbach e. V. mit einem einzigartigen Highlight nicht nur Länder überspannend, sondern zudem musikalisch im Hinblick auf eine Schubertsche Interpretation mit weitem Klang und aus weiter Seele.

Nach einer kräftigen und in den Violinen wunderbar singenden Darbietung von Franz Schuberts Quartettsatz Nr. 12, D 703, in c-Moll folgte die „Lyrischen Suite“ für Streichquartett von Alban Berg, die in ihren sechs Sätzen von schmerzlich, ahnungsvoll über zärtlich komplementär ein schimmerndes Stimmungsbild einer Liebesbegegnung nachzeichnet. Besonders im „Adagio appassionato“ öffnete sich ein raumgreifender Sog von Musik, wie sie schwer, gewichtig klang, dem Zuhörer im Gespräch zwischen Cello, Geigen und Bratsche die in einer Art Mischtechnik ausgeführte Komposition zwischen freier Atonalität und Zwöftontechnik näher brachte.

Wer sich nicht mit der modernen Komposition von Alban Berg anfreunden konnte oder wollte, der wurde gewiss im zweiten Programmteil in Franz Schuberts Quartett Nr. 14, D 810, in d-Moll in Bann gezogen, denn die im Titel auch mit „Der Tod und das Mädchen“ bezeichnete viersätzige Tondichtung, mit australischer Seele vom Quartett interpretiert, bot großartigen Einblick in die schicksalstiefe Musik von Franz Schubert, der wie vielleicht kein anderer so trauervoll und zugleich mit von Ferne durchschimmernder Hoffnung komponierte. Das Australische Streichquartett musizierte hochvirtuos das technisch höchst schwierige Werk, welches erst nach Schuberts Tod erschien, immer wieder gehört werden will und womöglich nur von sehr bedeutenden Ensembles derart beseelt wie gestern Abend gemeistert werden kann.

29.09.07

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