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Die Pflege und Betreuung Sterbender – Eine Aufgabe bis zum letzten Augenblick


Die Freunde, Förderer und Mitarbeitenden der Hospizbewegung Eberbach und Schönbrunn bei der heutigen Ausstellungseröffnung (links). Theresa Pfeifer unterlegte die Feierlichkeit musikalisch mit schöner Querflöteneinlage. (Fotos:Gündling)

(ag) Geht man nach dem Wirken von Mutter Teresa, gibt es vielleicht nichts Schlimmeres als verlassen zu sein. Das Fehlen der Möglichkeit des Gespräches oder der Mangel an einem gemeinsamen Schweigen, dies kehrt der ökumenische Hospizdienst mit seiner Arbeit ins Lichtvolle, wenn von Mensch zu Mensch ein Stück Liebe weitergegeben wird, an jene, die schwerkrank sind und sich oft auf ihrem letzten Weg befinden.

Mit der heutigen Eröffnung der vierwöchigen Ausstellung „Hospiz – Idee und Umsetzung in Eberbach“ im Foyer des Kreiskrankenhauses geht die Hospizbewegung Eberbach-Schönbrunn (wir berichteten) an die Öffentlichkeit, um zu zeigen, was Begleitung zu leisten vermag. Wie der Chefarzt der Chirurgie, Dr. Helmut Reinhard, in der Eröffnung betonte, sei es notwendig, dass sich die Einrichtung um schwerkranke und sterbende Menschen kümmere, da das Krankenhaus verpflichtet ist, diese Patienten zu entlassen. Pastoralreferent Andreas Bohnert dankte gemeinsam mit Dekanin Hiltrud Schneider-Cimbal für die Ausstellung und nannte die drei wichtigsten Punkte der Arbeit, nämlich Sterbende zu begleiten, Trauernde zu trösten und Angehörige zu entlasten. Wer selbst betroffen sei, wisse, was alles bewältigt werden müsse, hinzu käme oft auch der Faktor Einsamkeit. Anschließend wurden Rosen für die Ehrenamtlichen Doris Lenz, Ilse Stark, Karin Wiegel, Elke Wilhelm, Christoph Kahl und Markus Wäsch überreicht, welche auch die Ausstellung durch informativen Stellwände und liebevolle Ausarbeitung der Thematik ermöglicht hatten.
Bürgermeister Bernhard Martin würdigte in seiner folgenden Ansprache den Einsatz an Zeit und gab zum Ausdruck, dass er diese Arbeit staunend bewundere, dass Sterben zum Leben gehöre und es wichtig sei, wenn jemand am Lebensende angekommen wäre, ihn aus dem institutionellen Bereich in den persönlichen herüber zu nehmen und die Seele sprechen zu lassen. Mit der Ausstellung sei der Boden bereitet, dass auch in der Gesellschaft wieder dieses Thema aufgegriffen werde. Mit einer Spende würdigte er die Arbeit des ökumenischen Hospizdienstes Eberbach und Schönbrunn durch die Gemeinde.

Die Anzahl der ambulanten und stationären Betreuungsdienste nimmt stetig zu. Von ambulanten Hospiz- und Palliativdiensten stieg die Zahl in 1996 mit 451 auf 1450 im Jahre 2007. Die stationären Hospize und Palliativstationen mit 30 und 28 im Jahre 1996 liegen nun in 2007 bei 151 und 139.

Die neuzeitliche Hospizbewegung ist untrennbar mit dem Namen der englischen Krankenschwester und Ärztin Cicely Saunders (1918 – 2005) verbunden und dem von ihr 1967 in London gegründeten St. Christopher`s Hospice. Ihr Motto „You matter because you are you and you matter to the last moment of your life” begleitet die Ehrenamtlichen immer. Dieser Dienst am Nächsten bedeutet für sie, dass es schön ist, wenn man einen guten Abschied machen kann und der Sterbende ernst genommen wird. In der Hospizausbildung lernt man, Schweigen auszuhalten und dem Menschen auf seinem letzten Weg eben nicht mit Ausflüchten oder Geschäftigkeit zu begegnen. Das helfe auch im Alltagsleben, man lerne zu warten, bis der andere ausgesprochen habe, was bei den Patienten besonders wichtig sei. Wenn man den Kittel anzöge, streife man sich selbst ab, sei für die Schwerkranken und sterbenden Menschen einfach da.

Informationen
- Kontakt: Hospizverein Eberbach-Schönbrunn e. V. (Bahnhofstr. 24 in Eberbach) - Telefon (06271) 945622
- Spendenkonto: Konto 1001099538 bei der Sparkasse Neckartal-Odenwald, BLZ 674 500 48

E-Mail-Kontakt: hospizverein2006@web.de

14.10.07

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