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Musikalische Unmöglichkeiten sind normal


(Foto:Richter)

(cr) (ra) Was wird aus einem Dialog, wenn die Stimmen der Partner verschmelzen? Gibt es das Perpetuum mobile, die ewig laufende Maschine? Solche Fragen tauchen auf, wenn man zwei Weltklassejazzern, die jede Halle mit Klang und Persönlichkeit auszuleuchten vermögen, in der Intimität eines Club 55 begegnet.

Michael Riessler (Bassklarinette) und Robby Ameen (Schlagzeug) lieferten am Dienstag Antworten in zwei aufregenden Sets und drei Zugaben. Aus dem Dialog eines Schlagzeugs, dass Linien nachzeichnet, und einer Klarinette, die perkussive Geräusche erzeugt, wird ein Akkord, zwei Stimmen sprechen im Einklang. Und was das Perpetuum mobile anbelangt: Was soll man über einen Bläser sagen, der einatmet, während er bläst und damit sein Instrument ohne jede Unterbrechung singen lässt, so lange die Kräfte reichen? Was über einen Schlagzeuger, der sich selbst durch einfache melodische Linien motiviert sieht, diese dramatisch zu untermalen, kraftvoll, präzise, immer oben auf?

Ameens einzigartige Drummerkunst erschöpft sich dabei nicht im Etikett "afro-cuban". Zu viele musikalische Erfahrungen hat der New Yorker Kauz mit libanesischer Abstammung schon gesammelt, sei es im Zusammenspiel mit Größen wie Dizzy Gillespie oder in originellen Projekten wie dem "Momentum Mobile", welches die Quintessenz dessen ausdrückt, was ein Schlagzeuger erschaffen kann: den bewegten Augenblick.

Riessler gilt derzeit als einer der interessantesten Männer seines Fachs. Für ihn sind musikalische Unmöglichkeiten nicht nur möglich, sondern ganz normal. Er passt in keine Schublade und arbeitet auch mit Neutönern der klassischen Branche, wie Kagel, Cage oder Lachenmann zusammen, die wissen, was sie an ihm haben. Trillerketten, Flageolettspiel, stahlharte Basstöne, engelsgleicher Diskantgesang, Klappengeklapper als Rhythmusmaschinenersatz und vieles mehr, was auf so einem Instrument eigentlich nicht geht – Riessler steht hin und tut es…
Dabei sind die Unikate so ehrlich, keine Nummern, Lieder oder sonst etwas anzusagen. Sie gehen aufs Podium und fangen an zu spielen und verlassen die Bühne, wenn es reicht. Das Publikum in Charlies Keller kam aus dem Staunen nicht heraus und erklatschte am Ende mehrere Zugaben. Erfreulicherweise musste es nicht betteln. Die beiden hatten Lust weiterzumachen, also taten sie´s.

Das nächste Konzert im Rahmen der "Jazz Me"-Reihe findet am kommenden Sonntag, 21. Oktober, um 11 Uhr als Frühschoppen mit der Band "Hot Four" im Bierkeller der Privatbrauerei Felsenkeller in Beerfelden statt. Karten für die Veranstaltung gibt es im Vorverkauf bei den Tourist-Infos Eberbach und Beerfelden, im Bürgerbüro im Eberbacher Rathaus, bei der Buchhandlung Greif und in Sigmunds Buchladen. Informationen unter Tel. (06271) 87241, Fax (06271) 87254.

E-Mail-Kontakt: kultur@eberbach.de

18.10.07

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