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Festgottesdienst anlässlich des Jubiläums am kommenden Sonntag in Sankt Johannes Nepomuk


Sticken, stricken, basteln für viele gute Zwecke: die Damen des Handarbeitskreises (links). Hedwig Runkel ist mit 95 Jahren die älteste Teilnehmerin. Ihre Spezialität: Halsketten aus kleinen farbigen Glasperlen (rechts). (Fotos:Nolten-Casado)

(ag) (bnc) Da sitzen sie im Pfarrheim beieinander, wie so oft in den vergangenen Jahrzehnten. Sie nähen und sticken, häkeln und stricken, basteln und werkeln, und das alles für viele gute Zwecke.
Etwa zehn Frauen des Handarbeitskreises der katholischen Frauengemeinschaft Sankt Johannes Nepomuk treffen sich alle zwei Wochen am Donnerstagnachmittag im Frauenraum, um sich gemeinsam ihrer Leidenschaft zu widmen: dem Handarbeiten. Andere kommen gelegentlich dazu, holen neues Material, bringen Fertiggestelltes vorbei. Die Hauptarbeit wird schließlich in zahllosen Stunden zu Hause geleistet. Ein wenig geplaudert werden darf bei den Treffen natürlich auch. Und ein Thema bewegt die Frauen in diesen Tagen ganz besonders: der Handarbeitskreis wird fünfzig Jahre alt.


Es war im Jahr 1957, als Sophie Hohn, Vorsitzende des „Müttervereins“, wie die Frauengemeinschaft sich damals nannte, die Idee zur Gründung des Kreises hatte. Viele Menschen hatten im Krieg ihre gesamte Habe verloren, da war der Bedarf an praktischen und schönen Dingen groß. Mehr als zwanzig Frauen ließen sich in kürzester Zeit für die Arbeit gewinnen. Noch im selben Jahr fand der erste Weihnachtsbasar statt, an dem die liebevoll hergestellten kleinen Kunstwerke zu günstigen Preisen erstanden werden konnten. „Praktische Dinge wie Schürzen, Tischdecken oder Socken waren damals der Renner“, erinnert sich Maria Riedl, deren Mutter zur Gründergeneration des Handarbeitskreises gehörte.
Wichtig war Sophie Hohn neben der wertvollen Arbeit die Pflege der Gemeinschaft. Und ihre Mitarbeiterinnen – allesamt gestandene Hausfrauen – kamen gern, bedeutete der Schritt heraus aus der Arbeit in Haushalt und Familie für sie doch nicht zuletzt auch ein Stückchen Freiheit und Emanzipation. Hauptziel des gemeinsamen Wirkens war und ist jedoch die finanzielle Unterstützung zahlreicher karitativer Einrichtungen und Hilfsorganisationen weltweit, sowie die Förderung von Projekten innerhalb der Pfarrgemeinde. So finanzierten die Handarbeitsdamen aus dem Erlös des jährlichen Weihnachtsbasars über Jahre hinweg das Theologiestudium eines indischen Priesteramtskandidaten und unterstützten viele Jahre lang seine Heimatgemeinde in Indien. Das Kinderhospital in Bethlehem, die „Lebenshilfe“ oder der Verein „Operieren in Afrika“ beispielsweise erhielten die finanzielle Hilfe der Frauen, den Opfern von Erdbeben, Hunger- und Flutkatastrophen kam Unterstützung zu. Man spendete für die Innenausstattung von Kirche und Pfarrheim, regelmäßige Zuwendungen gingen an Kindergärten, Obdachlosenhilfe oder Kantorei. Schier unendlich ist die Liste der guten Taten, die die Frauen in den vergangenen fünfzig Jahren durch ihre unermüdliche Arbeit bewirken konnten. Ein Betrag von insgesamt rund 70.000 Euro kam in dieser Zeit unzähligen Bedürftigen zugute.

Als Sophie Hohn im Jahr 1981 die Leitung des Handarbeitskreises abgab, beauftragte Marianne Zohner als neue Vorsitzende der Frauengemeinschaft Johanna Pickart mit der Leitung des mittlerweile kleiner gewordenen Kreises. 1996 trat Rosemarie Bussemer in deren Fußstapfen. Ihr gelang es auch etliche neue Mitarbeiterinnen um sich zu scharen, sie brachte viele frische Ideen für attraktive Handarbeiten in den Kreis. „Die Leute sind anspruchsvoller geworden“, sagen die Frauen. „Man muss sich ein bissl anpassen an das, was heute gefragt ist.“ Aber das tun sie ja mit Begeisterung. So bereiten sie hingebungsvoll ihre Kostbarkeiten für den traditionellen Basar am ersten Adventswochenende vor: die molligwarme Kinderwagendecke etwa, die kunstvoll in norwegischer Hardanger-Technik gearbeiteten Tischdecken, die hübsch verzierten Babylätzchen, die bunten Puppenkleider, die attraktiven Halsketten, den dekorativen Schmuck für Christbaum und Weihnachtstafel.

Doch bevor es ans Verkaufen geht, wird erst noch gefeiert. Am Sonntag, 25. November, findet um 10.30 Uhr der Festgottesdienst zum 50-jährigen Jubiläum in der Pfarrkirche statt. Die Predigt wird Pfarrer Hubert Seitz als langjähriger Weggefährte des Handarbeitskreises halten, die Kantorei gestaltet die Messfeier musikalisch mit. Im Anschluss laden die Frauen zu einem Empfang ins Pfarrheim ein.

21.11.07

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