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Einfach näher am Publikum


(Foto:Richter)

(hr) (ra) Gestern ist sie heimgekehrt, die Mardi Jam. Die Akustik war im Club 55 besser, besonders für die Tonaufnahmen, und trotzdem: "Im Badhaus sind wir einfach näher am Publikum", verriet Bernhard Sperrfechter, "wenn es hier auch nicht immer leise war".

Aus der seit Jahren geplanten CD "Best of Mardi Jam" wird leider nichts. Die Rechte sind unbezahlbar, die Auflage würde ihre Kosten nicht einspielen. So hat es sich für das Stammpublikum doppelt gelohnt, immer dabei gewesen zu sein, auch am vergangenen Dienstag. Alena Möller könnte beinahe noch als Teenager durchgehen. Sie hat bei Bernhard Sperrfechter an der Frankfurter Musikwerkstatt studiert und unterrichtet nun selbst. Was gleich auffällt, ist ihre enorme Stil- und Intonationssicherheit, nicht nur bei Edelballaden wie "My Funny Valentine" oder Standards wie "All The Things You Are". Selbst nach einer längeren, nur vom Schlagzeug begleiteten Einleitung, liegen die Töne keinen Millimeter daneben, wenn die übrigen Instrumente einsetzen. In der Combo gastierten Martin Simon am Bass und Axel Pape am Schlagzeug. Mit beiden hat der Jam-Organisator und Gitarrist Sperrfechter schon etliche Gigs bestritten und das Zusammenspiel ist "allererste Sahne". Warum nur sind unbegleitete Gesangsstellen im Klassikfach eine Zitterpartie, während Jazzsängerinnen ihre Stimmen mit traumwandlerischer Sicherheit, gleich einem Melodieinstrument, selbst durch vertrackt chromatische Passagen führen können? Dabei übte sich Alena Möller eher in Zurückhaltung, wurde nie wirklich laut und mied extreme Höhen oder Effekthaschereien. Das Publikum genoss, was es über die Jahre hinweg an der Jam so schätzen gelernt hat: Soliden, richtigen Jazz, mit einem Schuss Augenblickslaune, nicht verplant, verschnörkelt, kommerzialisiert oder sich anbiedernd, dafür immer professionell, mit Überraschungen und Highlights, die sich oft spontan entfalten.

Das Publikum lachte über Sperrfechters manchmal vergebliche Anläufe zu einer Ansage, seine mitunter bizarren Ideen als Gitarrist, bewunderte Papes Talent, auch ruhige Stücke lautmalerisch mit Händen, Sticks, Besen oder Mikadostäbchen aufzupeppen, groovte mit Martin Simon, wenn er die Bässe locker flockig joggen ließ und glaubte dem Fachmann Sperrfechter gerne, dass in Alena Möllers Talent noch ganz viel Potential steckt.

Die nächste Mardi Jam ist für den 15. Januar geplant. Sitzplätze sollte man sich reservieren lassen, der Eintritt ist wie immer frei.

28.11.07

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