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HSG-Schüler auf den Spuren des Homo heidelbergensis


(Foto: privat)

(bro) (hsg) Zu einer Exkursion im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchte der Neigungskurs Geschichte der 12. Klasse zusammen mit der Klasse 7b des Hohenstaufen-Gymnasiums Eberbach unter Leitung des Geschichtslehrers Dr. Christian Jung mit Klassenlehrerin Christine Kley-Guermeur und Praktikantin Julia Heidorn die steinzeitliche Sonderausstellung der Gemeinde und des Vereins Homo heidelbergensis in Mauer. Der Vereinsvorsitzende und Maurer Altbürgermeister Erich Mick stellte dabei die Geschichte des 1907 in der Maurer Sandgrube am Grafenrain gefundenen Unterkiefers des Homo heidelbergensis dar und berichtete über neueste Forschungsergebnisse zum Leben der frühen Steinzeitmenschen.

"Der Homo heidelbergensis (Heidelbergmensch) ist möglicherweise ein früher Vorfahre des heutigen Menschen Homo sapiens. Die Hoffnung weitere Knochen des Homo heidelbergensis in Mauer zu finden, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten leider nicht erfüllt", erläuterte Mick. Dennoch sei mittlerweile bekannt, dass der Steinzeitmensch im Gegensatz zum heutigen Menschen ein vergrößertes Gehirnvolumen von rund 1200 Kubikzentimeter und eine steilere Stirn gehabt habe. Außerdem habe er über einen schlankeren Körperbau und einen weniger vorspringenden Kiefer verfügt, sei jedoch mit kleineren Zähne bei einer Körpergröße bis ca. 1,70 m (Männer) und 1,60 m (Frauen) robuster gewesen. Rund um Mauer seien zudem zahlreiche Tierknochen gefunden worden, aus denen sich die Umwelt des Steinzeitmenschen gut rekonstruieren lasse. So lebte er zusammen mit Waldelefanten, Waldnashorn, Wildpferd, Hirsch, Reh, Elch, Wildschwein, Flusspferd, Biber und Wildkatze, die als Nahrungsquelle dienten.

Dennoch sei es vor etwa 600000 Jahren das Leben in der gesamten Rhein-Neckar-Region äußerst gefährlich gewesen, berichtete Erich Mick weiter. Denn Bären, Wölfe, Leoparden, Säbelzahnkatzen und Hyänen, von denen man Knochen gefunden habe, durchstreiften die Wälder an Neckar und Rhein und waren so auch für die Steinzeitmenschen eine Gefahr. "Zur Jagd und Verteidigung gegenüber Wildtieren benutzte der Homo heidelbergensis wahrscheinlich Speere aus Holz. Die Werkzeuge wurden aus Stein hergestellt", sagte Mick und demonstrierte an einem rekonstruierten Speer, wie geschickt die Menschen der Vorzeit in handwerklichen Dingen waren.

Nach dem teilweise multimedialen Vortrag und dem anschließenden Gang durch die Ausstellungsräume mit Besichtigung des Originalunterkiefers ging es in die Sandgrube von Mauer, wo die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung in der Nähe des Fundortes des Homo heidelbergensis im Sand graben durften. Ein weiterer steinzeitlicher Unterkiefer wurde trotz intensiver Arbeit jedoch nicht gefunden.

01.12.07

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