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Klimaschutz soll Daueraufgabe werden - Mehr Beteiligung gewünscht


Links Josef Konradl von der KEWOG bei seinem Vortrag. Rechts unten das "Prima-Klima-Team" der Stadtverwaltung: Manfred Janner, Klemens Bernecker, Tobias Soldner und Stefan Schwarz (v.l.). Rechts oben "Glücksfee" Barbara Coors mit dem Los des Hauptgewinners Helmut Weber, daneben Moderatorin Brigitte Gans (KEWOG). (Fotos: Hubert Richter)

(hr) Der Initiative "Prima Klima" wird überregionale Bedeutung beigemessen. Immerhin will Eberbach damit "klimabeste Stadt der Metropolregion" werden. Deshalb wurde die Aktion im Rahmen des LEADER-Programms der EU zum "Leuchtturmprojekt" erklärt und zu 75 Prozent mit öffentlichen Geldern gefördert (wir berichteten). Bei der Eberbacher Bevölkerung ist das Thema aber noch nicht so recht angekommen: Gerade mal zwei Dutzend interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten gestern die Auftaktveranstaltung im Rathaus, um sich aus erster Hand über den Stand des Projekts und über die Ergebnisse der Fragebogenaktion zu informieren.

212 Fragebögen, mit denen die energetische Situation der Privathäuser in Eberbach ermittelt werden sollte, kamen fristgerecht zurück. Bei knapp 3.600 Wohngebäuden in Eberbach ist das eine Rücklaufquote von rund 6 Prozent. "Ein sehr guter Wert", findet Josef Konradl von der KEWOG Städtebau GmbH, die "Prima Klima" in Eberbach fachlich betreut. Besser als 1 zu 10 standen jedenfalls die Chancen auf einen der 26 Preise, die gestern unter den Fragebogen-Einsendern verlost wurden. Als Hauptgewinner zog die neue VHS-Chefin Barbara Coors den Eberbacher Helmut Weber. Er gewann einen Gutschein für ein Fahrrad nach Wahl im Wert von 500 Euro. Über je eine Saisonkarte für das Eberbacher Freibad dürfen sich Paul Bungert, Michael Geuder, Ludwig Mutschler, Isolde Schell-Haungs und Roland Ziegler freuen. Außerdem wurden 20 LED-Taschenlampen verlost.

Die KEWOG gab in einem ersten Zwischenbericht energetische Kenndaten für Eberbach bekannt: Der Stromverbrauch in der Stadt und den Ortsteilen liegt insgesamt bei 76 Millionen Kilowattstunden (KWh). Gut 58 Prozent davon verbraucht die Industrie, etwa 30 Prozent fließen in private Haushalte, der Rest verteilt sich auf Gewerbe und öffentliche Einrichtungen. 5 Prozent des Gesamtstromverbrauchs (3,8 Millionen KWh) werden in Eberbach aus so genannten "erneuerbaren Energieträgern" erzeugt, vor allem aus Wasserkraft. Aus Sonnenkraft kommen nur 204.000 Kilowattstunden, die in 35 Photovoltaikanlagen erzeugt werden - nicht einmal 0,3 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. "Da könnte man noch einiges tun", ist sich Josef Konradl sicher, der allein das Sonnenstrompotenzial in Eberbach auf 6,2 Millionen KWh schätzt. Vom Gasverbrauch, der insgesamt 242 Millionen KWh beträgt, gehen 81 Prozent in die Industrie und 15 Prozent in private Haushalte.

Aus den Fragebögen der Privathaushalte ermittelte die KEWOG die Anteile der Energieträger. Demnach heizen 44 Prozent mit Öl und 30 Prozent mit Erdgas, immerhin fast 20 Prozent der in der Fragebogenaktion erfassten Anlagen werden mit Stückholz betrieben. Nicht zuletzt aufgrund des Waldreichtums der Eberbacher Gemarkung sieht die KEWOG für die Zukunft ein großes Potenzial an Heizenergie aus Holz: fast 68 Millionen KWh könnten jährlich aus Holz erzeugt werden, meint Josef Konradl. Das entspricht dem Energiegehalt von knapp 7 Millionen Litern Heizöl. Zusammenfassend glaubt Konradl, dass in Eberbach 13 Prozent des Stromverbrauchs und 26 Prozent des Wärmeverbrauchs aus regenerativen Quellen erzeugt werden könnten. Dass Eberbach ganz energieautark werden, also den gesamten Energieverbrauch selbst erzeugen könnte, glaubt er nicht. Dem stehe nämlich der hohe Verbrauch in der Industrie entgegen.

Untersuchungen zum Verkehr in Eberbach und zu den Industrie- und Gewerbebetrieben sollen noch folgen, dann will die KEWOG einen neuen Zwischenbericht herausgeben. Bürgermeister Bernhard Martin und das "Prima-Klima-Team" der Stadtverwaltung (Stadtbaumeister Manfred Janner, Stadtwerkeleiter Stefan Schwarz, Umweltbeauftragter Klemens Bernecker und Kulturamtsleiter Tobias Soldner als Chef des Stadtmarketings) riefen die Bevölkerung gestern erneut auf, sich aktiv mit Ideen und Vorschlägen in das Projekt einzubringen, damit Klimaschutz in Eberbach zur Daueraufgabe werden könne. Ab Sommer sollen in Workshops verschiedene Themen bearbeitet werden, um möglichst bis zum Jahresende konkrete Maßnahmen für ein Eberbacher Klimaschutzkonzept festlegen zu können. Moderatorin Brigitte Gans sammelte gestern unter den Besuchern des Infoabends schon einige Ideen ein. Sie reichten von einem Klimaatlas über energetische Sanierungen und Nutzung von Energiesparpotenzialen bis hin zu Aktionen wie autofreien Wochenenden in Eberbach.

Was in der Diskussion gestern auch deutlich wurde: Mancher Mitbürger fragt sich, wie die vom Gemeinderat beschlossene Beteiligung Eberbachs an einem Kohlekraftwerk in Norddeutschland zum Ziel der Verminderung klimaschädlicher Emissionen passen kann (wir berichteten). Das wäre "ein abendfüllendes Thema", meinte Bernhard Martin, der sicher ist, dass es auch gute ökologische Gründe für dieses Kraftwerk gibt. Stadtbaumeister Manfred Janner verwies auf die bisherigen Anstrengungen der Stadt zum Klimaschutz: Das Energiemanagement in öffentlichen Gebäuden, die beschlossene Holzheizung für das Gymnasium, die Holzverwendung an städtischen Bauten, die Sanierung der Kläranlage, der eingeleitete Prozess zur Optimierung des Verkehrsflusses und das begonnene Photovoltaikprogramm auf öffentlichen Dächern.

E-Mail-Kontakt: prima.klima@eberbach.de

12.03.09

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