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Grünes Licht für grünes Projekt


Umweltfreundliche Nahwärme wollen die Stadtwerke für einen ganzen Stadtteil liefern. Unten die Lagerfläche, auf der die Holzheizanlage entstehen soll. (Fotos: Hubert Richter)

(hr) Es tut sich was in Sachen "Erneuerbare Energien" in Eberbach. Passend zum Klimaschutzprojekt "Prima Klima" präsentierte Stadtwerkeleiter Stefan Schwarz heute ein Vorhaben des städtischen Versorgungsunternehmens, bei dem aus Holzhackschnitzeln Wärmeenergie für Eberbach-Nord erzeugt werden soll.

Auf einem Lagergelände neben dem Itterkanal an der Friedrichsdorfer Landstraße soll demnächst eine Heizanlage gebaut werden, die durch Verfeuerung von Holzhackschnitzeln Wärme für das Schulzentrum und ein ganzes Wohngebiet liefert. Damit wird das Nahwärmenetz weiter ausgebaut, das auf der Gaskesselanlage der Realschule basiert und von der e.con GmbH im Jahr 2007 errichtet wurde (wir berichteten). Eigentlich wollte e.con auch die neue Anlage bauen, aber der Plan scheiterte an der Finanzierung. Obwohl die Gesellschaft zu mehr als der Hälfte der Stadt gehört (die zweite knappe Hälfte gehört dem Ingenieurbüro Schulz), bekam die e.con kein Geld von den Banken. Stefan Schwarz vermutet den Grund vor allem in einer zu dünnen Eigenkapitaldecke der noch jungen GmbH.
So springen nun die Stadtwerke in die Bresche, die als rein städtisches Unternehmen keine Bonitätsprobleme haben und das Projekt finanzieren können. Das Ingenieurbüro Schulz kommt trotzdem zum Zuge: Es wird mit der Planung der Anlage beauftragt.

Durch Verhandlungen mit weiteren potenziellen Wärmeabnehmern kann der jährliche Wärmebedarf im Nahversorgungsnetz voraussichtlich von bisher 1.800 MWh auf 3.600 MWh verdoppelt werden. Den Löwenanteil soll dann der Holzkessel mit einer Leistung von 800 kW bringen, den Rest wird weiterhin der Gaskessel in der Schule liefern. Angeschlossen werden zusätzlich zum bereits bestehenden Nahwärmenetz höchstwahrscheinlich die Wohnblocks in der Berliner Straße.

Die Investitionskosten für die Anlage werden auf gut 1,2 Millionen Euro geschätzt. Sie sollen zu 96 Prozent aus einem zinsgünstigen Darlehen bestritten werden, das von der KfW speziell für regenerative Energien angeboten wird. Von der Wirtschaftlichkeit der Anlage ist Schwarz überzeugt. Er rechnet mit einem jährlichen Überschuss aus dem Wärmeverkauf von rund 41.700 Euro.

Die Hackschnitzelversorgung will Schwarz durch Lieferanten aus der Region sicherstellen. Eine Anregung von SPD-Fraktionschef Rolf Schieck, private Reisigabfälle auf einem Platz zu sammeln und für die Verbrennung häckseln zu lassen, will er in die Verhandlungen mit Hackschnitzelanbietern einfließen lassen. Der Stadtwerkechef rechnet auch ökologische Vorteile aus. Knapp 1.000 Tonnen Kohlendioxidausstoß sollen durch die Holzhackschnitzel jährlich eingespart werden, und auch bei anderen Schadstoffwerten seien moderne Großanlagen inzwischen sehr sauber, versichert Schwarz.

Der Gemeinderat befürwortete das Vorhaben heute einstimmig und gab damit grünes Licht für das "grüne" Wärmeprojekt, das nach aktuellen Planungen bereits zur nächsten Heizperiode in Betrieb gehen soll.

26.03.09

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