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Apotheken-Urteil begrüßt


Timo Mosca (4.v.l.) erläutert MdEP Dr. Thomas Ulmer (2.v.l.) die Funktionsweise einer Umreifungsmaschine. (Foto: Hofherr)

(hof) Der Europaabgeordnete der CDU, Dr. Thomas Ulmer, weilte am Dienstag in Waldbrunn und absolvierte ein umfangreiches Besuchsprogramm.

Erste Station war die Gerd Mosca AG, wo Ulmer und eine Delegation der CDU Waldbrunn vom Vorstandsvorsitzenden Timo Mosca und Werbeleiter Frank Mutschler empfangen wurde. Nachdem Timo Mosca das Unternehmen, das derzeit an 13 Standorten weltweit knapp 850 Mitarbeiter beschäftigt, vorgestellt hatte, durfte sich der Europapolitiker auf einem Rundgang durch die Werkshallen selbst ein Bild von den Produkten der Maschinenfabrik machen, die als Technologieführer im vergangenen Jahr 120 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete. Bei der anschließenden Gesprächsrunde stand die aktuelle Weltwirtschaftskrise im Mittelpunkt, die auch bei der Mosca AG zu einem Umsatzrückgang geführt habe. Mit Entlassungen und Kurzarbeit habe man reagieren müssen, so Timo Mosca, der allerdings Anzeichen für das Erreichen der Talsohle sieht, sodass kein weiterer Personalabbau in Aussicht steht. Versprechen könne das allerdings keiner, da man nicht wissen könne, was noch alles kommt, schränkte der Vorstandsvorsitzende ein. Auf Nachfrage von MdEP Dr. Thomas Ulmer, was „Europa” für den Mittelstand tun könne, forderte der Unternehmer klare und einheitliche Regelungen in allen Bereichen. Außerdem müsse mehr für die Bildung getan werden, denn dies sei der einzige Standortvorteil, den sich Deutschland bzw. Europa erarbeiten könne. Es sei oft erschreckend, mit welchen Bildungslücken sich junge Menschen um einen Ausbildungsplatz bei der Mosca AG bewerben. Da gebe es Bewerber, denen mit Lücken bei Grundrechenarten und Rechtschreibung.
Auch Ulmer hob die Bedeutung der Bildung hervor, dies sei ein Pfund, mit dem Europa wuchern könne.

Nach der Verabschiedung ging es weiter ins Rathaus der Gemeinde Waldbrunn, wo der Europaabgeordnete von Bürgermeister Klaus Schölch begrüßt wurde, der anschließend die Gemeinde Waldbrunn und deren Probleme vorstellte. Aufgrund der geografischen Lage an Landes- und Kreisgrenze stoße man oft auf Schwierigkeiten. Ein besonderes Problem sei die nach wie vor nicht flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetverbindungen, was für den ländlichen Raum eine massive Benachteiligung mit sich bringe. Im Bezug auf „Europa” betonte Schölch, dass die Beschlüsse auch für die Kommunen an Bedeutung gewinnen, allerdings sei viel für die Bürger auch nicht verständlich, so die zwei Parlamentsstandorte in Brüssel und Straßburg. Dennoch wünsche er dem Europäischen Parlament eine deutliche Ausdehnung der Entscheidungsbefugnisse, wie dies im Vertrag von Lissabon vorgesehen sei, und eine hohe Wahlbeteiligung.

MdEP Dr. Thomas Ulmer hob hervor, dass die Europäische Union versuche, den Ländlichen Raum zu fördern, wo es nur ginge. Mit Finanzmitteln aus verschiedenen Fonds fließen in diesem Zusammenhang hohe Beträge. Allerdings fehle es vor Ort häufig am Willen, den Bürgern die Beteiligung der Europäischen Union zu vermitteln, kritisierte der Abgeordnete. Meist stünden dann die hohe Kosten im Vordergrund, wobei aber vergessen werde, dass „Europa” auch 60 Jahre Frieden und Freiheit bedeuten.

Nach dem Gedankenaustausch ging es gemeinsam nach Mülben, wo mit Geldern der Europäischen Union (LEADER) die Naturbühne gebaut wird (wir berichteten). Der Anteil der Gemeinde wird durch den Ortschaftsrat und durch Eigenleistungen der örtlichen Vereine erbracht, berichteten Bürgermeister Klaus Schölch und Ortsvorsteher Peter Ihrig. Ulmer zeigte sich beeindruckt und versprach abschließend, sich weiterhin für die Kommunen im ländlichen Raum einzusetzen.

Letzte Station des Waldbrunn-Besuchs der CDU-Europaabgeordneten war die Kur-Apotheke in Strümpfelbrunn, wo die Delegation von Inhaber Stephan Vogl empfangen wurde. Gemeinsam mit dem europäischen Gesundheitspolitiker freute sich der Apotheker über das aktuell ergangene Urteil des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg, dass eine Klage der Gesellschaft DocMorris abgewiesen hat. Das Unternehmen hatte gegen die deutsche Regelung geklagt, die eine Kettenbildung bei Apotheken untersagt. Demnach dürfen auch künftig nur persönlich haftenden Apotheker ein Hauptgeschäft und bis zu drei Filialen zu betreiben.
Für Dr. Thomas Ulmer und Apotheker Stephan Vogl bleibt somit die Medikamentenversorgung frei von Kapitalmarktinteressen. Gerade auf dem „flachen Land” sorge das Urteil für den weiteren Bestand der Apotheken, betonte Ulmer. Die Erfahrung in Großbritannien und Norwegen zeige, dass die Kettenbildung die Versorgung verschlechtere, da Apotheken nur noch an „lohnenden” Standorten betrieben würden. Auch die Beratungsqualität und den kundenfreundlichen Service sieht der Europapolitiker durch das „erfreuliche Urteil” gestärkt. Apotheker Stephan Vogl ergänzte, dass nun auch der Notdienst in seiner bisherigen Form erhalten bliebe. Bei Kettenbildung stünde die Gewinnmaximierung im Vordergrund des Interesses und nicht die Kunden- bzw. Patientennähe. Als Beispiel für den Service seiner Apotheke erläuterte Vogl die Erfüllung von Qualitätsrichtlinien. Für Pflegeheime übernehme man inzwischen auch die Bereitstellung und Dosierung der Medikamente der Heimbewohner, wodurch das Pflegepersonal von dieser arbeitsintensiven Aufgabe befreit sei und sich mehr der eigentlichen Pflege widmen könne. Trotz des erfreulichen Urteils sehen Dr. Thomas Ulmer und Apotheker Stephan Vogl auch in den kommenden Jahren viele Probleme auf die gesamte Gesundheitsbranche zukommen.

Nach der letzten Station dankte der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Markus Haas dem Europaabgeordneten für seinen Besuch. Der CDU Waldbrunn sei es ein großes Anliegen, mit den Abgeordneten auf verschiedenen Ebenen zu kooperieren, um so die Probleme einer ländlichen Gemeinde in die „große” Politik zu tragen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, betonte Haas. MdEP Dr. Thomas Ulmer dankte für das Interesse an „Europa” und betonte, dass er sich stets für den Ländlichen Raum und seine Kommunen einsetzen werde.

22.05.09

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