WERBUNG


Volksbank Neckartal

Gelita

Sparkasse Neckartal-Odenwald

KSR Kuebler

Werben im EBERBACH-CHANNEL

www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de
Sonntag, 24. September 2017
              
Das Wetter in: 
EBERBACH
 STARTSEITE  |  VIDEOS  |  TERMINE  |  FORUM  |  ANZEIGENMARKT 

Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Fotos/Videos bestellen

Amtseinführung für Dietrich Kübler markiert den Wechsel im Landratsamt


Der noch amtierende Landrat des Odenwaldkreises, Horst Schnur (re.), überreicht seinem Nachfolger Dietrich Kübler die Ernennungsurkunde und wünscht ihm Glück bei der Erfüllung der anstehenden Aufgaben. Glückwünsche für beide sprach der Erste Kreisbeigeordnete Detlev Blitz (im Hintergrund) sowohl an Schnur als auch an Kübler aus. In Anerkennung seiner vielfältigen Verdienste um den Odenwaldkreis hatte Horst Schnur zuvor aus der Hand von Blitz die Goldene Ehrenplakette des Odenwaldkreises überreicht bekommen. (Foto: privat)

(bro) (owk) In der Werner-Borchers-Halle in Erbach hat der Kreistag des Odenwaldkreises unter Anteilnahme von rund 600 Gästen, unter ihnen der neue Präsident des Regierungspräsidiums Darmstadt, Johannes Baron, am 28. August den zum 31. August aus dem Amt ausscheidenden Landrat Horst Schnur feierlich verabschiedet sowie dessen Nachfolger Dietrich Kübler ins Amt eingeführt und auf die gewissenhafte Erfüllung seiner Aufgaben verpflichtet.

Schnur händigte Kübler, der am 29. März zum neuen Landrat des Odenwaldkreises gewählt wurde, die Ernennungsurkunde aus. Einem einstimmigen Beschluss der Kreisgremien folgend, wurde Horst Schnur für sein vielfältiges Wirken im Interesse des Kreises eine große Ehrung zuteil. Der Erste Kreisbeigeordnete Detlev Blitz überreichte ihm unter großem Beifall die Goldene Ehrenplakette des Odenwaldkreises. Das ist die höchste Auszeichnung, die von der Gebietskörperschaft vergeben wird. Blitz skizzierte die außerordentlichen Verdienste, die sich Schnur, heute 67 Jahre alt, vor allem in seinen Amtszeiten als Erster Kreisbeigeordneter (1986 bis 1991) und als Landrat seit 1991 erworben hat. Zuvor hatte bereits Kreistagsvorsitzender Rüdiger Holschuh gegenüber dem noch amtierenden Kreis-Chef mit den Worten "Eine große Ära geht zu Ende" tiefen Respekt bekundet. Blitz sagte: "Jedermann könnte begründen, warum Horst Schnur diese große Auszeichnung verdient hat. Seine Initiativen, seine Überzeugungskraft und die daraus resultierenden Erfolge sprechen für sich." Als Beispiel für Schnurs nachhaltiges Schaffen im Dienste der Odenwälder Bevölkerung nannte Blitz neben vielen kraft Amtes erfüllten Aufgaben das stete Bemühen um eine zeitgemäße Infrastruktur für den Kreis im ländlichen Raum sowie das beharrliche Knüpfen von Wertschöpfungsketten, die Potenziale in der Region halten und Potenziale anlocken.

Auch sämtliche Kreistagsfraktionen würdigten in Grußworten die Leistungen des Landrats Schnur, der den Odenwaldkreis mehr als zwei Jahrzehnte lang an verantwortlicher Stelle prägte. Ihre Sprecher wünschten dem künftigen Ruheständler Glück und Gesundheit, dem Nachfolger einen guten Start, eine glückliche Hand und konstruktive Zusammenarbeit. Thomas Ihrig (SPD) hob besonders hervor, dass Horst Schnur auf konstante Weise Weitsicht bewies, indem er nicht nur "seinen Kreis", sondern auch "die Region im Blick" hatte. Werner Old (ÜWG) unterstrich, dass für Schnur "die Menschen im Mittelpunkt" standen und der Sozialdemokrat unabhängig von seiner Parteizugehörigkeit wirkte: "Geachtet, anerkannt, fair und vertrauensvoll". Torsten-Tankmar Hopp (CDU) schrieb Schnur "eine Solidaritätsleistung mit Leib und Seele" zu, und auch Elisabeth Bühler-Kowarsch (Bündnis 90/Die Grünen), Helmut Müller (FDP), Helmut Seidel (Republikaner) und Stephan Krieger (Die Linke) attestierten dem scheidenden Landrat eine umfassende Erfolgsbilanz.

Doch das Lob für den Landrat Schnur an diesem Feier-Abend blieb nicht nur ein landläufiges. Johannes Baron, Regierungspräsident seit Juli dieses Jahres, übermittelte Grüße von Ministerpräsident Roland Koch, der dem Odenwälder Landrat am 17. Juli den Hessischen Verdienstorden verliehen hatte. Auch im Namen der Landesregierung und seines Vorgängers Gerold Dieke, so Baron, danke er Schnur für dessen herausragenden Einsatz. Baron bemerkte, Politik müsse sich historische Bezüge vor Augen halten und dürfe den Grundgesetz-Leitgedanken nie vergessen: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Und das 21. Jahrhundert dürfe sich auf jene Reformwerte besinnen, die vor 200 Jahren der Freiherr vom Stein und Karl-August von Hardenberg begründeten – dezentrales Handeln und kommunale Selbstverwaltung. Genau dafür habe Horst Schnur das beste Beispiel gegeben.

Mit der Anrede "Liebe Gäste alle" begann der Gelobte seine Ansprache, in der er für die hohe Auszeichnung dankte. Schnur zeigte sich zwar stolz, aber zugleich bescheiden, indem er ein geflügeltes Wort zitierte: "Zu viel Weihrauch schwärzt den Heiligen". Und mit dem Satz "Keiner schafft das alleine" betonte er, dass seine Leistungen "keine Leistungen eines Einzelnen" seien. Ohne seine Familie, ohne seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, "die meine Ungeduld ertragen haben", und ohne "die guten Leistungen aller Akteure im Netzwerk an den wichtigen Schalthebeln und Stellschrauben der Region" seien Arbeit und Erfolge kaum denkbar und auf dem Weg von der Idee zur Tat nicht möglich gewesen. Auch künftig gelte es "gewaltige Herausforderungen" zu meistern, sagte Schnur an seinen Nachfolger gewandt, dem er wünschte, auf der Grundlage des Vertrauens in die Menschen im Odenwald energisch für deren Interessen zu fechten, aber dann und wann auch zu feiern, wenn entsprechender Anlass geboten sei.

Dietrich Kübler blickte auf seinen Amtsantritt voraus. Die Anforderungen an einen Landrat habe er kennen gelernt, als er Horst Schnur während dessen Erkrankung vertrat. Er habe "Freude daran gefunden" und zugleich "große Rückendeckung verspürt." Er vertraue auf eine intakte und gut funktionierende Verwaltung, setze auf die Kompetenz der Mitarbeiter und wolle einen "kooperativen Führungsstil" pflegen. Wo Kübler unter anderem Akzente setzen will, deutete er auch kurz an: Die Basis für eine erfolgreiche Region liege in der Bildung, zudem bleibe daran zu arbeiten, den südlichsten Teil Hessens "für junge Familien noch attraktiver zu machen". Er setze auf Alleinstellungsmerkmale wie die einmalige Naturlandschaft: "Unsere Stärken bergen den Schlüssel für eine positive Entwicklung", fasste der neue Landrat zusammen und versprach, alles dafür zu tun "den Odenwaldkreis in eine gute Zukunft zu führen."

29.08.09

[zurück zur Übersicht]

© 2009 www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de Druckansicht
eMail senden nach oben

[STARTSEITE]    [VIDEOS]    [TERMINE]    [FORUM]    [ANZEIGENMARKT]
©2000-2017 maxxweb.de Internet-Dienstleistungen
[IMPRESSUM]


WERBUNG


Palestra Fitness

Straßenbau Ragucci

AK Asyl

Autohaus Ebert

Ronald Schmitt