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Immer wieder montags – 20 Jahre friedliche Revolution in Deutschland


Links Referent Dr.Christian Jung während seines Vortrags. Rechts das vollbesetzte Foyer des Rathauses mit Besuchern jeder Altersgruppe.(Fotos: Mauritius Schell)

(mts) „Immer wieder montags – 20 Jahre friedliche Revolution in Deutschland“, so lautet die aktuelle Veranstaltungsreihe der Stadt Eberbach zur Erinnerung an die friedliche Revolution in Ostdeutschland im Herbst des Jahres 1989, die schließlich in die deutsche Wiedervereinigung im Oktober 1990 mündete.

Vor weit über 100 Zuhörern begann am vergangenen Montag im Foyer des Eberbacher Rathauses diese Reihe mit dem Eröffnungsvortrag von Dr. Christian Jung, der über die Bedeutung des 9. November in der deutschen Geschichte referierte. Von der Revolution 1848 spannte der Historiker und Studienrat am Eberbacher Hohenstaufen-Gymnasium einen Bogen über 160 Jahre deutscher Geschichte.

Schwerpunkt des multimedialen Vortrags waren die Ereignisse des Jahres 1989 in der damaligen DDR. Anhand zahlreicher Quellen zeichnete Jung den Fall der Mauer am 9. November 1989 nach. Dabei wurde deutlich, dass das DDR-Regime schon lange vorher abgewirtschaftet hatte und der Druck der Bürger, der sich vor allem in den „Leipziger Montagsdemonstrationen“, in den Botschaftsbesetzungen in Prag und Warschau und in der Massenflucht über Ungarn, das schon einige Wochen vorher die Ausreise in den Westen möglich machte, artikulierte, immer stärker wurde. Dagegen stand die Halsstarrigkeit der alten SED-Führung um den kranken Erich Honecker, die sich jedweder Reform verschloss. Selbst Michail Gorbatschow, der seit 1985 Reformen in der Sowjetunion einleitete, mahnte Honecker mit dem heute geflügelten Wort „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ und machte damit auch deutlich, dass die DDR keine militärische Hilfe von der Sowjetunion erhalten würde.
Auch die neue SED-Führung unter der Leitung von Egon Krenz konnte den Druck der Bevölkerung nicht abschütteln und so kam es zu jenem 9. November 1989 und der berühmten Pressekonferenz, in der ein völlig überforderter Günter Schabowski den verblüfften Journalisten mitteilte, dass das neue Reisegesetz „ab sofort“ gelte. Mit dem damit eingeleiteten Fall der Mauer am gleichen Abend war das Ende der DDR eingeleitet, es wuchs zusammen was zusammen gehört, wie daraufhin Willy Brandt treffend formulierte.

Zum Abschluss seines Vortrages appellierte Jung leidenschaftlich an seine Zuhörer, sich für den Erhalt der Demokratie einzusetzen. Nur so sei die Freiheit jedes Einzelnen zu wahren. Es gelte die Jugend mit einem umfassenden Allgemeinwissen auszustatten, um sie zu mündigen Bürgern zu erziehen und vor neuen totalitären Verführungen zu schützen.
Lang anhaltender Applaus erfüllte das Rathaus, und der Historiker stellte sich im Anschluss daran noch den Fragen der anwesenden Bürger.

Die Reihe wird am kommenden Montag mit einem „Zeitzeugen-Gespräch“ im Evangelischen Gemeindesaal um 19.30 Uhr fortgesetzt.

19.09.09

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