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Grüne Kandidaten auf Odenwaldgipfel


Unser Bild zeigt die grünen Bundestagskandidaten auf dem Katzenbuckel-Turm. (Foto: privat)

(hof) „Große Potentiale für sanften Tourismus und regenerative Energien“ -„Odenwald braucht einen grünen Arm in Berlin!“ - Kritik an Stromentscheidung.

(bd) „Der gesamte Odenwald braucht einen grünen Arm in Berlin!“ resümierten die grünen Bundestagskandidaten aus den Wahlkreisen Rhein-Neckar (WK 277), Odenwald-Tauber (WK 276) und Odenwald (Hessen, WK 187) nach ihrem Treffen auf dem Katzenbuckel. Der hessische Umweltplaner Dr. Thomas Rehahn (links) aus Mühltal, die Eberbacherin Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Mitte) und Christine Denz (rechts), Wahlkreiskandidatin aus Mosbach, liesen sich auf dem Gipfelturm nicht nur die gute Luft um die Nase wehen, sondern wollten auf dem grünen Odenwaldgipfel Vorschläge für eine nachhaltige Zusammenarbeit der Odenwald-Grünen und der Region entwickeln.

Waldbrunns Bürgermeister Klaus Schölch begrüßte sie augenzwinkernd mit der Feststellung. „der Katzenbuckel war schon immer grün!“ im Rathaus und stellte die Winterhauchgemeinde vor. Topthema dabei die derzeitige kostenintensive Sanierung des regional bedeutenden Badebereichs im Kurzentrum. Man hoffe das baulich und energetisch sanierte und erweiterte Schwimmbad im nächsten Sommer wieder in Betrieb nehmen zu können, dafür sei jedoch die Mittelfreigabe im Wirtschaftsausschuss des Landtages am 14.10. erforderlich. Der Berichterstatter des Ausschusses, Grünen-Landtagsabgeordneter Franz Untersteller, habe dabei eine einflussreiche Stellung, Christine Denz kündigte an mit ihm Kontakt aufzunehmen. Auf große Zustimmung der Besucher stieß Schölch mit dem Energiekonzept für Kurzentrum und Winterhauchschule. Schon durch die Umstellung von Strom- auf Hackschnitzelheizung im Jahr 2001 habe man die Kosten um gut 70% gesenkt und jährlich 2.200 Tonnen CO2 eingespart, nun werde man mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket die Schulheizung anschließen, was eine weitere ökonomische und ökologische Effizienzsteigerung mit sich bringe. Im Nachhinein sei aus bedauerlich, nicht auch im Neubaugebiet ein Nahwärmenetz vorgesehen zu haben. Christine Denz, erinnerte an die gute Kooperation des SUN e.V mit der Gemeinde bei der Installation der Photovoltaikanlage auf der Gemeindeschule und plädierte engagiert für Windenergienutzung auf dem Winterhauch. „Waldbrunn ist nicht gegen Windkraft, wir haben sogar einen Beschluss für vier Windräder im Bereich der Max-Wilhlems-Höhe gefasst“ stellte der Bürgermeister dazu fest. Bedauern löste bei den Gästen der kürzliche Gemeinderatsbeschluss aus, die Stromnetzkonzession der Gemeinde für weitere 20 Jahre an die EnBW zu geben. Charlotte Schneidewind Hartnagel kritisierte vehement, dass nicht die Stadtwerke Eberbach als regionaler Versorger zum Zug kam. „Die Stadtwerke hätten sich gewiss sehr engagiert. Sie gewährleisten regionale Wertschöpfung, regionale Arbeitsplätze und und eine weit nachhaltigere Orientierung als der Atomkonzern EnBW!“. Bürgermeister Schölch betonte, dass sich die Fraktionen vor der Abstimmung mit beiden Anbietern getroffen und die Entscheidung zulässiger weise in geheimer Wahl erfolgte.

Schölch verabschiedete die PolitikerInnen zum Katzenbuckel, wo sie den Weg der Kristalle erwanderten und den Gipfelturm bestiegen. Dort wurde die Idee eines Symposiums mit dem Arbeitstitel „Visionen für den Odenwald“ geboren. Thematische Ansätze gebe es mehr als genug, so Dr. Rehahn, als Umweltplaner mit der Materie gut vertraut; Präsentation der bewegten Sozial-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte, länderübergreifende Odenwald-Kulturwochen sanfte Tourismuskonzepte für Mittelgebirgsregionen, naturgemäße Forstwirtschaft, standortangepasste Energiegewinnung und zukunftsfähige Landwirtschaft seien relevante Teilaspekte. „Der Odenwald hat alle Grundlagen eine bundes- und europaweite Marke für sanften, regional angepassten und nachhaltigen Tourismus und nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum zu werden.“ Jetzt gelte es die letzten Stimmen zu mobilisieren, damit Schneidewind-Hartnagels 13. Landeslistenplatz auch den Einzug in den Bundestag bringe. Die letzten Prognosen für Baden-Württemberg stimmten zuversichtlich.

21.09.09

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