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Referat über Patienten-Testament und Vorsorgevollmachten

(bro) (ab)Sie müssen sich im Klaren sein, wenn Sie nichts vorher regeln, bestimmen andere über Sie, Ihre medizinische Behandlung, Ihr Sterben und Ihr Vermögen." Mit diesen klaren und ermutigenden Worten stellte Rechtsanwältin Karin Koch im Oktober in ihrem Vortrag "Patienten-Testament und Vorsorgevollmachten" den Sinn und die Notwendigkeit der Vorsorge schon in gesunden Jahren für den Ernstfall der Hinfälligkeit und Gebrechlichkeit dar. Eingeladen hatte der Hospizdienst und Hospizverein Eberbach-Schönbrunn e.V.

Die Referentin erläuterte, wenn keine Regelungen getroffen sind, kann unter Umständen nicht mal der überlebende Ehegatte auf das Konto und Vermögen des Verstorbenen zugreifen, da dieses ab dem Bekanntwerden des Todes stillgelegt wird.

Das Recht auf Menschenwürde und Selbstbestimmung wird durch folgende Formalitäten schon zu Lebezeiten gesichert:

Das Testament: Schon zu Lebzeiten persönlich handschriftlich verfasst, mit Datum versehen und unterschrieben, hilft, die letzten Dinge zu regeln und kann langwierige Klärungen und Auseinandersetzungen verhindern. Damit ein Testament auch gefunden wird, wenn der Erbfall eintritt, sollte es entweder in amtliche Verwahrung gegeben werden oder einer Vertrauensperson mitgeteilt werden, wo es sich befindet.

Betreuungsvollmacht: Überraschend für viele, dass Ehe und Familie eben nicht das Recht beinhalten, für den Partner oder den Elternteil zu bestimmen, oder im Erbfall die "gedachte" Erbfolge auslösen. Eine Vollmacht sollte über den Tod hinaus ausgestellt sein, um die unmittelbar mit dem Todesfall anstehenden rechtlichen und finanziellen Dinge regeln zu können.

Vorsorgevollmacht: Krankheit und Unfall können plötzlich und schneller als erwartet zur Handlungsunfähigkeit führen. Gut, wenn dann die persönlichen Erwartungen und Vorstellungen so bekannt sind, dass sie noch von einer Vertrauensperson umgesetzt werden können. Aber auch Gebrechlichkeit im Alter, Demenzerkrankung u.a.m. brauchen eine rechtzeitige Erklärung, "wie ich mir meine letzten Tage und Dinge vorstelle, und wer dies für mich auf welche Weise regeln soll." Die Vorsorgevollmacht muss in gesunden Tagen geregelt und schriftlich abgefasst sein, und der klare Verstand sollte vom Hausarzt bescheinigt sein.

Die Patientenverfügung: Nach langen Jahren hat der Gesetzgeber endlich gehandelt. Im BGB ist nun deren Gültigkeit verbindlich und ausführlich geregelt, wie dem Patientenwillen Recht verschafft wird. Grundsätzlich schriftlich und weitgehend persönlich formuliert, mit Datum versehen und persönlich unterschrieben, mit der Vorinformation an spätere Bevollmächtigte und beispielsweise beim Hausarzt hinterlegt, - so ist es möglich, rechtzeitig und für den Ernstfall abgesichert durch ein Patiententestament die gesundheitlichen Dinge für eine menschenwürdige Versorgung zu regeln. Die PV kann jeder Zeit geändert oder widerrufen werden.

Die Referentin unterteilte die PV in drei Versionen: die "kleine Lösung": "Mit allem möchte ich behandelt werden außer...", die "mittlere Version": "Ich möchte Palliativ-Pflege, so dass Schmerzen, Angstzustände etc. behandelt werden.", die "große Lösung": die Maximal-PV. Sie kann z. B. bei chronischen, lang andauernden und unheilbaren Erkrankungen den Ausschluss bestimmter Therapien regeln.

Die vielen Fragen der zahlreichen interessierten Besucher zeigten dem Hospizdienst und Hospizverein Eberbach-Schönbrunn e.V. erneut, dass dieser nun zum wiederholten Male angebotene und sehr gut besuchte Vortrag ein großes Interesse berührt.

Hinweis:"Die christliche Patientenverfügung" mit Ratgeber und ausführlichen Erläuterungen und Formularen kann bei den örtlichen Pfarr- und Gemeindebüros erworben werden, beim Hospizdienst oder direkt über Internet bei der Deutschen Bischofskonferenz oder der Evangelischen Kirche Deutschland. Die Patientenverfügung sowie die Informationsbroschüre "Betreuungsvollmacht" kann auch beim Bundesministerium der Justiz bezogen werden.

23.10.09

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