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Der Biber ist wieder nach Eberbach zurückgekehrt


(Foto: Doris Lenz)

(dl) Auf Einladung der Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung und der Stadt Eberbach fand am vergangenen Mittwoch eine Informationsveranstaltung im Rahmen des Gewässernachbarschaftstags statt. 35 Vertreter aus den Bezirken Kraichgau/Odenwald und Oberrhein/Odenwald waren gekommen, um sich über das Thema “Der Biber auf dem Vormarsch - Wie lassen sich Probleme vermeiden“ zu informieren.

Wie auch andere Tiere und Pflanzen ist der zu Unrecht als Fischfresser verschrieene Biber seit mehr als 150 Jahren aus unserem Landschaftsbild verschwunden. Der Pelz und auch das Fleisch des Bibers waren sehr begehrt, und deshalb wurde er in ganz Deutschland nahezu ausgerottet. 1966 kam für den streng geschützten Biber die Wende. In Bayern wurde das Projekt zur Wiedereinbürgerung ins Leben gerufen, und inzwischen haben sich die Tiere wieder vermehrt. Sie haben, die Wasserscheide überwindend, den Weg in den Neckar gefunden und sind auch nach Eberbach zurückgekommen.

Laut dem Eberbacher Umweltbeauftragten, Dipl.-Biologe Klemens Bernecker, fühlt sich die inzwischen gewachsene Biberfamilie in Eberbach offenkundig sehr wohl. Biber sind sehr standorttreu und haben zwischen zwei bis drei Jungtiere pro Jahr. In einer Biberfamilie leben zwei Jungtierjahrgänge, danach muss der Nachwuchs auswandern. Das größte europäische Nagetier kann eine Größe von 1,30 m erreichen und 20 kg schwer werden, ernährt sich rein vegetarisch, ist dämmerungs- und nachtaktiv und hält keinen Winterschlaf.

Doch das Zusammenleben von Mensch und Biber läuft nicht immer reibungslos, wie die Biberbeauftragte des Landwirtschaftsministeriums, Dipl.-Biologin Bettina Säettele, eindrucksvoll an mehreren Beispielen aufzeigte. Nicht selten werden landwirtschaftlich genutzte Wiesen und Felder durch die Biberdämme überflutet. Durch ein weitläufig angelegtes Umgehungsgerinne kann hier Abhilfe geschaffen werden. Das Bibermanagement von Bettina Säettele hat das Ziel, die Wiederbesiedelung des Bibers zu lenken und dafür Sorge zu tragen, dass Mensch und Biber friedlich nebeneinander leben können, dass dem Biber großzügig Lebensraum überlassen und seine reichhaltigen Biberaktivitäten zugelassen werden.

Nach einer Mittagspause im Restaurant am Leopoldsplatz und einem Kurzbesuch im Naturparkzentrum fuhr die Delegation schließlich mit einem Stadtbus zu dem seit 2009 bezogenen Biberrevier an den Flachwasssern am Pleutersbacher Neckarufer.

13.05.11

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