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Vom DDR-Bürgerrechtler fast zum Bundespräsidenten


(Foto: Claudia Richter)

(cr) Die Eberbacher Buchhändlerin Martina Greif-Trussina schafft es immer wieder, hochkarätige Autoren für Lesungen an den Neckar zu holen. Gestern Abend gastierte mit Joachim Gauck eine der wichtigsten Personen der neueren deutschen Geschichte im evangelischen Gemeindehaus.

Der heute 71-jährige evangelische Pastor war in den 1980er Jahren in Rostock tätig und engagierte sich zunehmend politisch. Er war in der Zeit der friedlichen Revolution in der DDR ein führendes Mitglied des "Neuen Forums". Nach der Wende leitete Gauck ab dem 3. Oktober 1990 zehn Jahre lang die Stasi-Unterlagen-Behörde, die nach ihm sogar "Gauck-Behörde“ genannt wurde. Im vergangenen Jahr wurde er als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten nominiert, unterlag aber in drei Wahlgängen dem von CDU und FDP unterstützten Christian Wulff.

In Eberbach las Joachim Gauck gestern vor knapp 180 Zuhörern aus seinem Buch "Winter im Sommer - Frühling im Herbst" aus dem Jahr 2009 und gab fesselnde Einblicke in den ostdeutschen Alltag. Eigentlich sei er ja ein Redner und kein Schreiber, bekannte er. Aber er wollte auch für seine Enkelkinder die Geschichte der DDR aufschreiben. In dem Buch beschreibt Gauck sein Leben im Osten, zeigt Emotionen und gibt zu, dass er erst beim Schreiben die Gefühle und Trauer zugelassen habe, die er in seinem Leben in der DDR verdrängt habe. Er berichtete anschaulich über die Zeit, als sein Vater von zuhause "abgeholt" wurde, um jahrelang in Gefangenschaft zu leben. Er erzählte viele Ereignisse, die ihn geprägt hätten und weshalb er in einem Land wie der DDR Pfarrer geworden sei. Unzufriedenheit über die politische Situationen oder Wut über das Eingesperrtsein war seit frühester Kindheit da. Seine beiden Söhne sind 1987 ausgereist, seine Tochter im Juni 1989.
Gauck beschrieb den Blick der Ostdeutschen auf die Westdeutschen, erinnerte daran, dass es im Westen seit über 60 Jahren ein Grundgesetz gibt, das politische Meinungsfreiheit, Wahlrecht und Reisefreiheit ermöglicht. Er erinnerte an die Zeit vor dem Mauerfall, als das Volk mit viel Zivilcourage für Freiheit, Bürgerrechte und Demokratie demonstrierte.

Nach dem Vortrag signierte Joachim Gauck seine Bücher und tauschte sich mit seinen Zuhörern aus.

Diskussion im Forum

16.12.11

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