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Friedensstifter für Eberbach gesucht


Der amtierende Bürgermeister Bernhard Martin war der erste von drei Kandidaten, die sich heute Abend bei der SPD der Öffentlichkeit präsentierten. (Foto: Hubert Richter)

(hr) Nach den Freien Wählern und der CDU wollte heute Abend auch die Eberbacher SPD ihr Verhalten bei der Bürgermeisterwahl im Herbst dieses Jahres festlegen. Dazu kam es nach der Vorstellung dreier Kandidaten aber nicht. Die Entscheidung wurde bis nach den Sommerferien vertagt.

Die Genossen hatten um 18 Uhr zu einer öffentlichen außerordentlichen Mitgliederversammlung im Hotel "Karpfen" eingeladen. Manfred Wernz erläuterte zunächst die gescheiterte Suche nach einem eigenen SPD-Kandidaten, die bereits vor einem Jahr begonnen habe und auch über den Landesverband geführt worden sei. Obwohl es einige Kontakte gegeben habe, sei man nicht fündig geworden.

Anschließend stellten sich die drei angemeldeten Kandidaten vor und standen den rund 50 Zuhörern für Fragen zur Verfügung.

Den Anfang machte der amtierende Bürgermeister Bernhard Martin, der sich erneut um eine weitere Amtszeit bewerben will. Er sei seit 16 Jahren begeistert davon, das eigene Lebensumfeld aktiv mitzugestalten und habe sich immer als überparteilicher Bürgermeister gezeigt, sagte er. Martin erläuterte aus seiner Sicht die Handlungsfelder in Eberbach. Trotz schwieriger Situation und knapper Kasse sei er zuversichtlich für die Zukunft Eberbachs. Er wolle die Vielfalt der Lebensbeziehungen in Eberbach mit Augenmaß erhalten, seine Schwerpunkte seien die Unterstützung von Familien, Kindern und alten Menschen.

In der zweiten Runde stellte sich Neidensteins Bürgermeister Peter Reichert vor, für dessen Kandidatur in Eberbach bereits die Freien Wähler (wir berichteten) und die CDU (wir berichteten) ihre Unterstützung ausgesprochen hatten. Der 47-jährige Vater von vier überwiegend erwachsenen Kindern ist auf dem elterlichen landwirtschaftlichen Hof aufgewachsen, hat den Beruf des Forstwirts gelernt und dann Forstwirtschaft studiert. Ausführlich schilderte er seine Bürgermeistertätigkeit in Neidenstein. Das Amt in Eberbach sehe er vor allem als berufliche Herausforderung und Chance, auch wenn es in Neidenstein kurz nach seiner überaus erfolgreichen Wiederwahl Tränen gegeben habe. Eberbach sei zudem eine attraktive Stadt. Reichert hält sich für kompetent, auch wenn Neidenstein kleiner sei. Die Aufgaben seien trotz der unterschiedlichen Größe weitgehend gleich. Mit Fleiß, Offenheit und Ehrlichkeit als entschiedener Christ wolle er auch in Eberbach vor allem das tun, was ihm in Neidenstein vor acht Jahren wohl vorbildlich gelungen ist: das "Wir-Gefühl" stärken. Er erklärte, dass er auf jeden Fall kandidieren werde und bat um etwas Zeit, um sich in den nächsten Wochen in die wichtigen Themen Eberbachs einzuarbeiten.
Besonders in den Fragen an Peter Reichert trat ein Hauptproblem in Eberbach zutage, das Martin in seiner Präsentation nicht angesprochen hatte und das ein Zuhörer plakativ formulierte: "In Eberbach herrscht Krieg!" Gemeint ist damit vor allem die emotional und teilweise aggressiv geführte Auseinandersetzung um die Zukunft des früheren Seniorenheims Dr.-Schmeißer-Stift. Auf die Frage, ob er dafür eine Lösung parat habe, antwortete Reichert: "Wenn Krieg herrscht, muss ich mich fragen, wie ich Frieden stiften kann".

Wie es um die Diskussionskultur in Eberbach bestellt ist, bekam auch Claudia Agnes Henn zu spüren. Die 39-jährige Erzieherin, die Bürgermeisterin werden will und sich nach Peter Reichert den Genossen und der Öffentlichkeit präsentierte, wurde aus den Reihen der Gastgeber bisweilen lautstark in ihrer Rede unterbrochen, beispielsweise als sie mit einem drastischen Vergleich den Standort des Pflegeheims "Lebensrad" weitab von der Innenstadt kritisierte. Der erinnere sie nämlich an das römische Reich, wo man die Aussätzigen aus der Stadt verbannt habe.

Nach rund drei Stunden Kandidatenvorstellung tagten die SPD-Mitglieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit weiter. Nach langer Diskussion habe man sich mit großer Mehrheit entschlossen, zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Wahlempfehlung vor Abschluss der offiziellen Bewerbungsfrist abzugeben, teilte der Vorsitzende Rolf Schieck gegen 23 Uhr mit. Nach Ende der Bewerbungsfrist, also frühestens vier Wochen vor der Wahl am 21. Oktober, soll eine weitere außerordentliche nichtöffentliche Mitgliederversammlung der SPD stattfinden mit dem Ziel, eine Stellungnahme zur Bürgermeisterwahl herbeizuführen.

Die Stelle des Eberbacher Bürgermeisters wird am kommenden Freitag öffentlich ausgeschrieben. Am Tag danach beginnt die Bewerbungsfrist. Sie endet am Montag, 24. September, um 18 Uhr.

20.06.12

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