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Erinnerungskultur als Voraussetzung für eine aktuelle Friedenserziehung


(Foto: privat)

(bro) (pm) Erinnerungskultur als Voraussetzung zu einer Erziehung zum Frieden, sich mit den Schattenseiten des Menschseins auseinandersetzen, um eine friedvollere Welt zu erreichen. Unter diesem Leitgedanken stand die Exkursion zweier Geschichts- und eines Religionskurses der Kursstufe 1 des Eberbacher Hohenstaufen-Gymnasiums Mitte Juli nach Verdun unter der Leitung von Beate Huber-Schell, Bernhard Schell und Till Weidehammer.

Das lothringische Verdun zählt zu den blutigsten Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges und steht für die Sinnlosigkeit und Brutalität moderner Kriegsführung. Gleichzeitig gilt der Ort als Symbol für die deutsch-französische Feindschaft und die Umkehrung in eine friedliche Partnerschaft in Freundschaft nach 1945. Zuerst wurde das Fort Douaumont besichtigt, das kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges fertiggestellt wurde. Die Schüler waren zutiefst betroffen über die Brutalität des Krieges und die Lebensbedingungen der Soldaten im Fort. Wichtig war es aber zu sehen, dass über dem Fort sowohl die französische, die deutsche und die europäische Fahne hängt und sogar deutsche Soldaten in Uniform diese Erinnerungsstätte besuchen.

In einem nächsten Schritt machte sich die Exkursion auf, die Gedenkstätte „L´Ossuaire de Douaumont“ (Beinhaus) zu besuchen. Hier werden die sterblichen Überreste von 130.000 nicht identifizierten Soldaten aller Nationen aufbewahrt. Schweigend durchschritt man die Gräberfelder der etwa 15.000 zumeist französischen Soldaten. Als Schlussetappe machte die Reisegruppe Halt am Dörfchen Fleury, ein Dorf, das 1916 etwa 430 Einwohner hatte und welches durch den Krieg vollkommen zerstört und nie mehr aufgebaut wurde. Heute erinnern nur noch Gedenksteine an die Menschen und ihre Lebensstätte.

Infos im Internet:
www.hsg-eberbach.de


17.07.12

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