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Viele starke Hirsche kamen zur Strecke


Ingo Walter erläuterte die ausgestellten Trophäen. Rechts der Vorsitzende der Rotwildjäger, Udo Pfeil. (Fotos: Hubert Richter)

(hr) Einmal im Jahr steht Eberbach im Blickpunkt der Jäger aus dem gesamten Odenwald. Dann nämlich findet in der Stadthalle die Rotwild-Hegeschau statt. Auch gestern kamen wieder zahlreiche Interessierte in den großen Saal, um an den Ausstellungswänden die Abschussergebnisse des Jagdjahres 2012/2013 zu begutachten.

Zu sehen waren die Trophäen aller im vergangenen Jagdjahr erlegten Rothirsche des gesamten Rotwildgebiets Odenwald. Diese Hegeschauen, die von der "Vereinigung der Rotwildjäger im Odenwald e.V." organisiert werden, dienen gegenüber den Jagdbehörden als offizieller Nachweis der gemeldeten Abschüsse.

Das Rotwildgebiet Odenwald umfasst eine Fläche von rund 46.000 Hektar in den Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Nach den festgesetzten Abschussplänen sollten 2012/2013 insgesamt 704 Stück Rotwild (männlich und weiblich) erlegt werden. Tatsächlich zur Strecke kamen 570 Stück. Das entspricht einer Erfüllungsquote von knapp 79 Prozent, die in etwa auch dem langjährigen Durchschnitt entspricht. Wissenschaftlichen Berechnungen zufolge leben im Odenwald insgesamt rund 1.500 Tiere dieser größten heimischen Wildart, die auch den Beinamen "König der Wälder" führt. Es wird davon ausgegangen, dass es sich je zur Hälfte um Hirsche und um weibliche Stücke handelt. Daraus errechnen die Fachleute einen jährlichen Rotwildzuwachs von 630 Stück. Weil Rotwild auch Schäden an Waldbäumen verursacht, soll eine Vermehrung verhindert und der jährliche Nachwuchs durch die Abschüsse möglichst ausgeglichen werden. Gleichzeitig versuchen Waldbesitzer und Jäger, mit Wildruhezonen und Äsungsflächen den Lebensraum des Rotwilds zu verbessern und die Schäden am Wald zu verringern. Die zunehmende Erholungsnutzung des Waldes durch die Bevölkerung macht dieses Vorhaben allerdings nicht einfacher.

Als Ziel ihrer Hegemaßnahmen möchten die Rotwildjäger möglichst viele stattlich 12- bis 16-Ender, so genannte "Kronenhirsche" erlegen. Und das ist ihnen im abgelaufenen Jahr gelungen wie selten zuvor: Viele "kapitale" Geweihe hingen an den Wänden, allein fünf davon mit einer Punktzahl über 190. Für die Erleger gab es Auszeichnungen wie "Silberner Bruch" sowie "Hegemedaillen" in Gold, Silber oder Bronze.

Eberbachs Bürgermeister Peter Reichert hatte die Jäger und Gäste am Nachmittag in der Stadthalle begrüßt. Der Landrat des hessischen Odenwaldkreises, Dietrich Kübler, brachte in seinem Grußwort einige jagdpolitische Ausführungen unter. So habe es durch Wanderbewegungen des Rotwildes lokal massive Waldschäden gegeben, die nicht hingenommen werden könnten. Die Rotwildjäger wollen deshalb die Zahlen der Abschusspläne im kommenden Jagdjahr in den Schadensgebieten erhöhen und in den anderen Bereichen dafür absenken.

Musikalisch umrahmt wurde die gestrige Hegeschau erstmals seit dem Jahr 1962 nicht durch die Eberbacher Jagdhornbläser, sondern durch das Bläserkorps "St. Hubertus" aus Heppenheim an der Bergstraße.

Bereits am Freitagabend hatte in Eberbach die Jahreshauptversammlung der Rotwildjägervereinigung stattgefunden. Vorsitzender Udo Pfeil, Stellvertreter Ingo Walter und der zweite Stellvertreter Günter Meffert wurden bei den Wahlen in ihren Ämtern bestätigt.

17.03.13

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