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Zweistündiger Geschichtsmarathon im Rathausfoyer


(Fotos: Hubert Richter)

(hr) Mit einem umfangreichen Vortrag von Helmut Joho über das Judentum startete heute Abend im Foyer des Rathauses die Veranstaltungsreihe "Jüdisches Leben in Eberbach" (wir berichteten).

Der Auftaktabend stieß auf sehr großes Interesse. Etliche Zuhörer nahmen auf der Empore im 1. Obergeschoss Platz. Sie erwartete keine leichte Kost. Zwei Stunden dauerte der wort- und detailreiche Vortrag des Historikers und früheren Lehrers am Eberbacher Hohenstaufen-Gymnasium. Und wenn er nicht einiges weggelassen hätte, hätte sein Fundus an Details, Episoden, politischen Einschätzungen und persönlichen Erinnerungen vermutlich auch locker für vier Stunden gereicht.

Joho ging zunächst 75 Minuten lang auf die Geschichte des Judentums in Europa ein. Da für den Abend allerdings das Thema "Jüdisches Leben in Eberbach" angekündigt war, war der eine oder andere Zuhörer bereits wieder gegangen, als Organisatorin Barbara Coors von der VHS den Referenten darum bat, noch einige Worte über die Juden in Eberbach zu verlieren.
Joho stellte dann die Lebensgeschichten mehrerer jüdischer Bürger Eberbachs vor, die zum Teil von den Nationalsozialisten deportiert wurden, zum Teil auch ins Ausland fliehen konnten. So lebt beispielsweise in Amerika heute noch der vermutlich Letzte der bis zur Nazizeit in Eberbach beheimateten Juden.
Mehrfach verwies Helmut Joho auch auf seinen umfangreichen Beitrag über die Eberbacher Juden im Geschichtsblatt 1989. Viele von ihnen kannte er noch persönlich und hat im Kindesalter mit ihnen in der Stadt gespielt. Mit fünfeinhalb Jahren war er selbst Zeitzeuge der Zerstörung der Eberbacher Synagoge durch die Nationalsozialisten im November 1938. Erst im Jahr 1913 war die Synagoge eingeweiht worden, nachdem sich in Eberbach eine jüdische Gemeinde gefunden hatte, deren Mitglieder, so Joho, anders als in der Anonymität großer Städte, sehr gut mit den christlichen Bürgern Eberbachs zusammengelebt hätten.
Der etwas verhaltene Schlussapplaus und der fast überstürzte Aufbruch der Gäste war vermutlich ihrer Erschöpfung nach dem zweistündigen Geschichtsmarathon geschuldet. Kurz zuvor hatte eine Zuhörerin von der Empore noch "Dr." Joho angefleht zum Schluss zu kommen, denn ihre Merkfähigkeit sei nach zwei Stunden nun wirklich am Ende.

Das 100-jährige Jubiläum der Synagogeneinweihung und der 75. Jahrestag ihrer Zerstörung in der Reichspogromnacht waren die Hauptanlässe für die neue Veranstaltungsreihe, die am kommenden Mittwoch, 25. September, fortgesetzt wird. Um 19.30 Uhr wird in der Stadtbücherei der Leiter der Gedenkstätte "Ehemalige Synagoge" für die jüdischen Gemeinden in Neckar-Odenwald, Reinhard Lochmann, über die Herkunft und das Leben jüdischer Familien in Nordbaden referieren.

19.09.13

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