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Winfried Hermann will nachhaltige Mobilität - Lokalpolitiker wollen Straßenausbau


Minister Winfried Hermann am Rednerpult und im lockeren Gespräch mit Dietmar Polzin (l.) und Klaus Köppern vom Rotaryclub Eberbach. (Fotos: Hubert Richter)

(hr) Einer der ranghöchsten Vertreter der Landesregierung Baden-Württembergs stattete Eberbach gestern Abend einen Besuch ab. Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur, sprach im Evangelischen Gemeindehaus über nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum.

Hermann war auf Einladung des Rotaryclubs nach Eberbach gekommen. Den Kontakt hatte der frühere Clubpräsident Dietmar Polzin geknüpft, der die Veranstaltung gestern im Anschluss an die Begrüßung durch Präsident Klaus Köppern auch moderierte. Viele Eberbacher zog es allerdings nicht in den Saal am Leopoldsplatz. Unter den rund 30 Zuhörern waren dafür etliche Vertreter aus Gemeinden des Steinachtals, die dem prominenten Gast ein Straßenprojekt ihrer Region besonders ans Herz legen wollten.

Hermann ging zunächst auf das Ziel der grün-roten Landesregierung ein, Baden-Württemberg zu einer Pionierregion für nachhaltige Mobilität zu machen, die vor allem auch sozial- und umweltverträglich sein solle. Die Regierung setze bei Autos auf Antriebstechniken, die weitgehend ohne fossile Energieträger wie Benzin auskommen. Außerdem solle möglichst viel Verkehr weg von der Straße auf die Schiene oder das Wassernetz verlagert werden. Unnötigen motorisierten Verkehr gelte es zu vermeiden und die Verkehrsträger besser zu vernetzen, so Hermann. Die begrenzten finanziellen Mittel wolle sein Ministerium hauptsächlich in die Sanierung des vorhandenen Straßennetzes und weniger in den Neu- und Ausbau von Straßen investieren.
Gerade hatte sich der Minister noch gefreut, dass er in Eberbach nicht von Demonstranten mit Transparenten empfangen wurde, die sich für irgendeinen Straßenneubau stark machten. Da erhob sich unter den Zuhörern Marcus Zeitler, Bürgermeister der Stadt Schönau. Zeitler beschwerte sich massiv über die Regierungspläne, die Landesstraße 536 zwischen Schönau-Altneudorf und Wilhelmsfeld nur zu sanieren anstatt sie für das gestiegene Verkehrsaufkommen auszubauen. Und eine negative Zwischenbilanz nach zweieinhalb Jahren Grün-Rot rieb CDU-Mann Zeitler dem grünen Minister auch noch gleich unter die Nase: Seine Region sei nicht nur wegen der Verkehrspolitik sondern auch wegen der Schul- und der Polizeireform "Verlierer auf der ganzen Linie". Hermann verteidigte die Reformen der Kretschmann-Regierung und konterte, man könne fast 60 Jahre verfehlte CDU-Verkehrspolitik unmöglich in zwei Jahren wettmachen. Er versprach immerhin, den Straßenausbau im Steinachtal noch einmal prüfen zu lassen.

Mit einer Kuschelrunde hatte der Minister bei den Rotariern sicher nicht gerechnet, denn man zählt ihre Mitglieder ja nicht unbedingt zu den Anhängern "grüner" Politik. Aber er zeigte keine Berührungsängste, schlug sich im Gegenwind wacker und antwortete erfrischend direkt, ohne beschönigende Floskeln. Laut eigenem Bekunden war die Eberbacher Veranstaltung auch seine erste Einladung bei einem Rotaryclub überhaupt. Eine Folgeeinladung an Winfried Hermann sprach Klaus Köppern am Ende der Veranstaltung gleich aus. Und Marcus Zeitler äußerte die Hoffnung, den Minister bei sich in Schönau von der Notwendigkeit des Straßenausbaus der L 536 persönlich überzeugen zu können.

28.11.13

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