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Maßnahme in Sensbachtal soll 2018 laufen


(Fotos: Thomas Wilken)

(tom) Hinter zwei Arbeitsmappen mit dem Hessen-Wappen obendrauf verbarg sich eine erkleckliche Summe Geld: Förderbescheide in Höhe von 123.000 Euro aus dem kommunalen Investitionsprogramm (KIP) hatte Staatssekretär Thomas Metz kürzlich mit nach Sensbachtal gebracht, um sie dort Bürgermeister Egon Scheuermann und der Ersten Beigeordneten Jutta Haas zu überreichen. Zugute kommt das Geld der sanierungsbedürftigen Sporthalle.

Die wurde laut Scheuermann Ende der 1960er Jahre mit viel Eigenleistung gebaut. Hauptnutzer ist der örtliche TSV, aber auch die Grundschule ist des Öfteren mit ihren Aktivitäten vertreten. Außerdem wird die Halle für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Denn sie ist der einzige Raum in der Gemeinde, der Platz für bis zu 200 Personen bietet. „Sonst haben wir in den Ortsteilen nur kleinere Kapazitäten“, sagte er.

Die Renovierung mit Hilfe von Zuschüssen war laut Scheuermann schon einmal in den Jahren 2009/10 angedacht. Doch die finanziellen Mittel reichten damals nicht aus, erläuterte er. Damals wurde dann ein Fahrstuhl ans Gemeindezentrum angebaut. Dessen Nutzung durch Vereine und die ältere Bevölkerung habe im Anschluss auch stark zugenommen, freute sich der Bürgermeister über die erfolgreiche Maßnahme.

Das aktuelle KIP-Programm kommt dem kleinen Ort mit seinen 950 Einwohnern und schmalem Geldbeutel „sehr gelegen“, um die Sanierung nun doch anzugehen. Denn trotz „nicht so üppiger Finanzmittel“ muss die Infrastruktur in Schuss gehalten werden. An der Sporthalle gibt es so einiges nach 50 Jahren auf Vordermann zu bringen. So ist sie noch mit Glasbausteinen ausgestattet, ist die Beleuchtung von anno dazumal oder die sanitäre Ausstattung auf dem Stand Ende der 60er. „Es gibt noch die Druckspender in den Toiletten“, schmunzelte der Bürgermeister.

Metz bezeichnete die Ertüchtigung der Sporthalle als „klassische Maßnahme aus dem KIP“. Das Programm sei mit einer Milliarde Euro ausgestattet, erläuterte der Staatssekretär im hessischen Justizministerium. Ein Drittel davon seien Bundesmittel, das restliche Geld wurde vom Land aufgestockt. Hintergrund: Alle Gemeinden und Landkreis sollen davon profitieren.
Damit könne man eine relativ große Bandbreite von Maßnahmen abdecken, die von den Gemeinden vorgeschlagen werden, so Metz. Denn die Kommunen „wissen am besten, wo der Schuh drückt“. Wenn in Sensbachtal diese „zentrale Einrichtung des öffentlichen Lebens“ nicht saniert werde, „geht es nicht weiter“, betonte der Bensheimer.

Er hatte zwei Förderzusagen im Gepäck. Gleichzeitig, hob er lächelnd hervor, seien die Mittel durch die WI-Bank bereits freigegeben. Bei einer Gesamtinvestition von 196.000 Euro beläuft sich Metz zufolge die Förderung inklusive Tilgungsübernahme und Zuschüssen mit 123.000 Euro auf etwa zwei Drittel der Summe. Scheuermann hob hervor, dass ohne die Inanspruchnahme beider Programme die Maßnahme gar nicht möglich gewesen wäre. Während es bei den Landesmitteln vorrangig um die energetischen Maßnahmen ging, „wäre das Drumherum ohne den Bundeszuschuss nicht machbar“.

In diesem Jahr wird die Sanierung noch nicht anlaufen können, sagte der Bürgermeister. Wenn alles klappt, soll sie in den Sommerferien 2018 stattfinden. Zuerst will man ermitteln, welche technischen Möglichkeiten am sinnvollsten angewandt werden. Dann geht es laut Scheuermann darum, Ideen zu sammeln, inwieweit eine Sanierung zusammen mit Maßnahmen am Gemeindezentrum sinnvoll ist. Denn hierfür sollen Mittel aus dem Dorfentwicklungsprogramm Verwendung finden.

Fürs südliche Dach der Sporthalle ist darüber hinaus eine Photovoltaikanlage im Gespräch. Da die Hallennutzung aber eher abends geschieht, will man schauen, ob damit der Strombedarf in der Gemeindeverwaltung abgedeckt werden könnte. Die Beleuchtung soll auf LED umgestellt werden. Zwecks Heizung schaut Sensbachtal nach Rothenberg, wo die Sporthalle eine Deckenstrahlerheizung erhielt. Diese Art der Wärmeerzeugung will man prüfen, ob sie gegenüber der traditionellen Heizmethode Vorzüge hat.

500 Vereinsmitglieder bei 950 Einwohnern: „Wir sind in punkto Vereinsleben sehr gut aufgestellt“, betonte Sensbachtals Bürgermeister Egon Scheuermann die Notwendigkeit einer zentralen Halle für deren Aktivitäten. Als Dachverband fungiert „Sensbachtal aktiv“. Dieser koordiniert alle Veranstaltungen und richtet den Weihnachtsmarkt aus. Dessen Erlös wird für gemeinschaftliche Anschaffungen verwendet. Wie etwa den Anbau an die Sporthalle, wo Bar und Bierbankgarnituren untergebracht sind, die allen Vereinen zur Verfügung stehen. Deren Jugendarbeit lobte der Rathauschef als „sehr engagiert“. Die Bindung ans örtliche Leben „ist auf dem Dorf nach wie vor gegeben“.

16.06.17

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