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135 Jahre Odenwaldklub Eberbach


Staunend betrachten die OWKler die gut erhaltenen Deckenmalereien im Parlatorium. (Foto: privat)

(bro) (hk) 135 Jahre sind wahrhaftig ein Grund zum Feiern. Dies taten dann auch die Mitglieder des Eberbacher Odenwaldklubs ausgiebig im Juni in Form einer Busfahrt zum UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn. Dort warf man einen Blick ins klösterliche Leben im Mittelalter.

Wie es zur Klostergründung vor 850 Jahren kam, wurde den OWKlern bei der Führung durch die weitläufige Klosteranlage in lebendiger Art erklärt: Einem Maulesel hatten die Zisterziensermönche es zu verdanken, dass genau an dieser Stelle in Maulbronn das Kloster errichtet worden war. Ritter Walter von Lomersheim lud dem Maulesel einen Geldsack auf und ließ das Tier ziehen. Dort, wo es anhalten und die Last abwerfen würde, wollte er ein Kloster bauen - so geschah es.

Zwei weitere Kuriositäten erfuhren die Eberbacher während der Führung. Zum einen, dass die beliebte schwäbische Maultasche zuallererst in Maulbronn auf den Tisch kam. Dem Laienbruder Jakob ist es zu verdanken, dass die Speisekarte der Mönche während der Fastenzeit reichhaltiger wurde. Auf dem Heimweg vom Reisigsammeln fiel ihm ein Stück Fleisch vor die Füße, das ein Dieb verloren hatte. Er brachte es nicht übers Herz, diesen Fund wegzuwerfen, nur weil der Fleischverzehr während der Fastenzeit den Mönchen verboten war. Doch er fand einen Weg, das Fleisch vor dem Verderben zu retten und es sich trotz Fastenzeit zu Gemüte zu führen. Nach der Rückkehr ins Kloster zerkleinerte er das Fleisch, umhüllte es mit einem Teigmantel, so dass es von außen nicht mehr sichtbar war, und servierte dieses herzhafte Mahl seinen Mitbrüdern - das „Herrgottsbscheißerle“ war geboren.

Den heutzutage gängigen Ausspruch „Halt die Klappe!“ verdanken wir ebenfalls den Maulbronner Mönchen. In der Klosterkirche ist noch heute das mit kostbaren Schnitzereien verzierte Chorgestühl mit den Klappsitzen zu bestaunen. Ließ damals einer beim Aufstehen die hölzerne Klappe fallen, zog er sich wegen des Krachs den Unmut seiner Mitbrüder zu und bekam zu hören, er möge die Klappe halten.

Natürlich wurde das Augenmerk der Eberbacher bei der Führung auch auf die architektonischen Schätze des Klosters gerichtet, die da sind: die gotische Brunnenkapelle mit dem dreischaligen Brunnen, der Kreuzgang, das Herrenrefektorium (jetzt Konzertsaal), die Klosterkirche sowie das Parlatorium, der einzige Raum, in dem geredet werden durfte.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Kloster als solches aufgelöst und in eine evangelische Klosterschule umgewandelt. Berühmte Absolventen dieser Schule waren Johannes Kepler, Friedrich Hölderlin und Hermann Hesse. Heutzutage befindet sich in den Gebäuden ein Gymnasium mit Internat.

Nach all der Kultur war ein gutes Mittagsmahl angezeigt, bevor sich die Gruppe wieder zum Bus begab, um noch einen Abstecher in die Melanchthonstadt Bretten zu unternehmen.

22.06.17

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