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Horntrio mit Werken großer Komponisten


(Foto: Agentur)

(hr) (khm) Zu ihrem zweiten Kammerkonzert in der 69. Reihe 2017/18 mit dem Horntrio "Mahni - Breuninger - Duis" im Eberbacher Evangelischen Gemeindehaus am Freitag, 27. Oktober um 20 Uhr laden die Eberbacher Kunstfreunde ein. Auf dem Programm stehen Werke von Mozart, Beethoven und Brahms.

Es musizieren Laurent Albrecht Breuninger (Violine), Preisträger beim renommierten Brüsseler Concours Reine Elisabeth, was bislang noch keinem deutschen Geiger gelungen ist, Sibylle Mahni, Solohornistin im Frankfurter Opernorchester, Professorin in Saarbrücken und versierte Kammermusikerin mit Wettbewerbserfolgen, darunter beim Internationalen ARD- Musikwettbewerb in München, und der Pianist Thomas Duis, Gewinner des angesehenen Artur-Rubinstein Wettbewerbs in Tel Aviv, der bei bekannten Festspielen und mit berühmten Orchestern konzertiert, TV -Produktionen und CD-Einspielungen gemacht hat.

Zu Konzertbeginn gibt es die Trio-Bearbeitung des dreisätzigen Hornquintetts Es-Dur KV 407 (1782), das Mozart wie seine Hornkonzerte für seinen Lieblingshornisten Joseph Leutgeb geschrieben hat. Leutgeb hatte die begrenzten Spielmöglichkeiten des damaligen ventillosen Naturhorns durch eine “Stopftechnik” (Einführen der geballten Faust in das Schallstück zur Tonerzeugung) erweitert. Ernst Naumann (1832-1910), ein mit Brahms befreundeter Komponist und Musikwissenschaftler, hat das wegen seiner Besetzung (Horn und Streicher) nicht leicht aufführbare Werk in ein Trio mit Horn, Violine als konzertierenden Instrumenten und nicht nur begleitendes Klavier umgewandelt - eine delikate Verbindung von Blas-, Streich- und Tasteninstrument, in der man aber das klangschöne Werk eher vortragen konnte mit seinem sehnsuchtsvollem Liedthema (Andante) und den vielen Gelegenheiten zu konzertantem und kantablem Spiel für das Horn, dessen virtuoses Spiel mit dem der Violine alterniert.

Von Beethovens zehn Klavier-Violin-Sonaten sind neun in den sechs Jahren zwischen 1797 und 1803 entstanden, die zehnte (op. 96) erst 1812, d. h. sie stammen aus seiner mittleren, der konzertanten Schaffensperiode. Seine Sonaten nannte Beethoven beispielsweise "...per il Forte-Piano con (mit) un Violino", was eine Nebenrolle der Violine suggeriert, obwohl die Sonaten nicht für dominierendes Klavier und begleitende Violine komponiert sind, wie es vor Mozart oft der Fall war, mit dem erst die Violine "aus ihrem Schattendasein tritt" und "wieder die volle musikalische Partnerschaft erreicht". Beethoven war vor allem Pianist, ließ aber erkennen, wie anspruchsvoll er sich des Violinparts jeweils annahm. Gerade die Dreiergruppe Op. 30 zeigt das “Zusammengehen” der beiden Instrumente und dass die Sonate op. 30/1 (1802) "einen entscheidenden Schritt in dem gattungsgeschichtlichen Prozess von der Klaviersonate mit Violinbegleitung zur Sonate mit zwei gleichberechtigten Instrumenten darstellt".
Beim Komponieren setzte Beethoven gern benachbart entstandene Kompositionen von einander ab. So ist in Op. 30 die Sonate op. 30/1 freudig bewegt, die viersätzige Sonate op. 30/2 ernst und dramatisch, dagegen die hier zu hörende Sonate op. 30,3 von kraftvoller Frische, äußerer Brillanz und Virtuosität, was ihr den Beinamen "Champagner-Sonate" einbrachte. Man hört hier einen temperamentvollen Kopfsatz, ein ‘Tempo di Minuetto', das Beethoven mit 'molto moderato e grazioso' trefflich als langsamen und tänzerischen Satz charakterisierte, und als Finale ein virtuoses 'perpetuum mobile'.
Das Horntrio Es-Dur op. 40 (1865 des 32-jährigen Brahms gilt als eines der schönsten und typischsten Kammermusikwerke der deutschen Romantik. Das volltönige Horn, das "romantische Instrument par excellence" und die noch ausdrucksreichere Klarinette waren die einzigen Blasinstrumente, die Brahms in sein kammermusikalisches Schaffen einbezog. Bratsche bzw. Cello können anstelle des Horns treten, aber sie dürften wohl kaum dem verträumten oder auch jagdlustigen Klangcharakter eines Horns gleichkommen und eher dessen "unbeschreiblichen akustischen Zauber zerstören" (Kalbeck). Des Komponisten Liebe zum Horn, d.h. zum einfachen, aber schwer zu spielenden Natur- oder Waldhorn, stammte aus seiner Jugendzeit, als er neben Klavier und Cello das Waldhorn spielte. Dem damals immer mehr verwendeten Ventilhorn gegenüber, das erst alle Töne zu blasen erlaubte, die zwischen den bis dahin nur erzeugbaren Naturtönen lagen, blieb Brahms abgeneigt. Er nannte es "Blechbratsche" im Vergleich zum weicher klingenden Naturhorn. Dass seine Abneigung gegen die neue Hornart allmählich geschwunden sei, hoffen die heutigen Solisten, denn infolge unüberhörbarer Fortschritte im Instrumentenbau lässt sich wohl ganz im Sinne Brahms' auf einem Ventilhorn auch das Horntrio spielen, bei dem auf choralartigen Beginn und lebhaftes Scherzo mit schwermütigem Trio ein “Adagio mesto - Langsam traurig” folgt, das als Brahms' Klage um seine 1865 verstorbene Mutter angesehen wird. Doch ein lebhaftes, jagdlustiges “Allegro con brio” (mit Schwung) beschließt.

Eintrittskarten und Pogrammhefte für Nichtabonnenten gibt es an der Abendkasse.

14.10.17

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