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Werke von Haydn, Mozart, Schubert, Brahms und Chopin


Das Logo für den "Karmel-Abend". Der Karmelitermönch „Nikolaus“. Initiale (15. Jh.) aus einer Handschrift aus dem ehemaligen Karmeliterkloster Hirschhorn. (Foto: privat)

(bro) (usp) Der Förderverein lädt am Mittwoch, 6. Dezember, um 19 Uhr zum ersten „Karmel-Abend“ in den Kapitelsaal des ehemaligen Karmeliterklosters Hirschhorn (kath. Pfarrzentrum) ein. Es gibt einen Klavierabend mit Werken von Haydn, Mozart, Schubert, Brahms und Chopin - gestaltet von Hartmut Quiring und Ulrich Spiegelberg. Da der Weg zum Pfarrhaus für manche beschwerlich ist, gibt es ab 18.30 Uhr (an der Marktkirche) einen kleinen Shuttle-Bus, der auch nach dem Konzert zur Verfügung steht.

Mit dem Erwerb eines restaurierten 100 Jahre alten Bechsteinflügels konnte sich der Förderverein einen lang gehegten Wusch erfüllen. Wenngleich der Erhalt der Klosterkirche im Vordergrund steht, die ja quasi eine Dauerbaustelle darstellt, lohnt es sich, den Blick auch auf das Gesamtensemble zu werfen, es zu erhalten und bekannt zu machen. Der ehrwürdige Kapitelsaal mit seinen Fresken aus dem frühen 16. Jahrhundert kann nun mit Kammerkonzerten belebt werden, wobei dort den Besuchern nicht nur musikalische Perlen, sondern auch neben der Klosterkirche ein atmosphärisch einmaliges Ambiente zusätzlich geboten wird. Mit den „Karmel-Abenden“ sollen so einige Konzerte in der kalten Jahreszeit stattfinden (angedacht jeweils der letzte Samstag im Monat), die dann mit den "AusKlang – Konzerten" über Sommer fortgeführt werden. Mit dem Eröffnungskonzert möchte sich der Förderverein zugleich auch bei allen bedanken, die dieses Vorhaben unterstützt haben und unterstützen wollen.

Ein vielfältiges Programm wartet auf den Zuhörer, ebenso wie eine kleine Stärkung in der Pause. In Zeiten, wo es weder Radio, Plattenspieler, Tonband oder CD-Player gab, waren Bearbeitungen die einzige Möglichkeit, die großen Werke der Meister daheim zu erleben. Es war die Zeit des Vierhändigspielens, das einen wichtigen Platz in der Hausmusik einnahm. Es gibt eine Reihe hervorragender Bearbeitungen aus dem 19. Jahrhundert, die fast das gesamte Ouevre der großen Komponisten umfassen. Solche Bearbeitungen wurden sehr geschätzt, sogar dem Originalwerk gleichwertig zur Seite gestellt, da sich hier die musikalischen Gedanken konzentrierten. Brahms oder Reger schufen hier Meisterhaftes, auch Beethoven bearbeitete seine große Fuge für Streichquartett auch für Klavier zu vier Händen.

Vierhändigspieler waren früher gefürchtete kritische Konzertbesucher in den Sinfoniekonzerten, da sie ja aus eigener Erfahrung alle kniffligen Stellen kannten und sofort merkten, wenn das Orchester einmal patzte. Neben den Bearbeitungen gibt es auch eine heute selten gespielte und zu hörende Fülle an bedeutender Originalliteratur, besonders Mozart, Schubert und Brahms schufen hier Meisterwerke.

Neben einer Bearbeitung der Ouverture zu Mozarts Figaro, die das Konzert schwungvoll eröffnet, gibt es das Andante con moto aus Schuberts Grande Sonate für Klavier zu vier Händen, in dem der jungen Komponist schon all seine kompositorische Meisterschaft zeigt. Während Mozarts Aufenthalts in Paris, der in Hinblick auf dessen künstlerischer Existenzmöglichkeit zum Fiasko geriet, mit dem Tod der Mutter dort weiteren Kummer brachte, entstand die Sonate in C-Dur (KV 330), die als eine der liebenswertesten von Mozarts Sonaten gilt, wo sich selbst „die Schatten des Andante cantabile sich zur wolkenlosen Reinheit aufhellen“.

Der Klavierkomponist Haydn wird zu unrecht eher vernachlässigt. In den Klaviersonaten, die voller Ideen stecken, hat Haydn ebenso wie bei seinen Streichquartetten reichlich experimentiert und diese Kompositionsart entscheidend weiterentwickelt.

Der junge Beethoven, der sich in Wien zu Haydns Schülern zählte, war stolz, dass seine Klaviersonaten wie die seines Lehrers auch auf ein Streichquartett kompositorisch übertragbar waren und damit „geadelt“ waren.

Eine späte Liebe Mozarts galt der Klarinette, für die er neben dem Klarinettenquintett mit seinem Klarinettenkonzert (KV 622 ), das in seiner Schönheit „höchste Einfachheit und Wirksamkeit ohne virtuose Schaustellung“ erreicht. Das Andante daraus wird zu hören sein.".... eine wahre Quelle von Genuß, alles , Poesie, Leidenschaft, Schwärmerei, Innigkeit, voll der wunderbaren Klangeffekte“ - mit diesen Worten beschreibt Clara Schumann in ihrem Tagebuch die Fantasien und Intermezzi Op. 116 und 117.

In seinen späten Intermezzi Op. 117 - „Wiegenlieder meiner Schmerzen“ - findet Brahms zu einer sehr persönlichen Tonsprache, die in seinem Spätwerk eine besondere Stellung einnimmt.

Der Walzer trat im 19. Jahrhundert seinen Siegeszug an, und viele Komponisten haben ihm seine Referenzen erwiesen, so auch Frédéric Chopin. Vor allem in den Opus posthum veröffentlichten Walzern ist dies zu spüren.

Wahre Perlen der Walzerliteratur für Klavier stellen Schuberts Deutsche Tänze dar, die er selbst zu kleinen Serien immer wieder neu zusammenstellte, ein geselliger Höhepunkt bei den Schubertiaden im Kreis seiner Freunde.

05.12.17

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