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Krankenhäuser gehören nicht nur in große Städte


V.l. Dr. Patrick Schottmüller (Notarzt am Standort Eberbach), Ralf Geiger und Martin Hildenbrand (Leitung GRN-Klinik Eberbach) und Dr. Albrecht Schütte MdL. (Foto: privat)

(hr) (cn) „Sie haben ja bereits bei der Nachbesprechung der Rettungskräfte zum schlimmen Busunglück in Eberbach erfahren, wie wichtig das Krankenhaus vor Ort bei der Bewältigung dieses Unfalls war.“ Dr. Patrick Schottmüller, Notarzt am Standort Eberbach, Martin Hildenbrand und Ralf Geiger als Leitung der GRN Klinik Eberbach machten gleich zur Begrüßung des Landtagsabgeordneten Dr. Albrecht Schütte klar, wie wichtig dieses Krankenhaus ist.

Ohne diese Einrichtung wäre es nicht möglich gewesen, innerhalb von 55 Minuten alle Verletzten in die passende Klinik zu bringen. „Nur aufgrund der kurzen Wege und des familiären Arbeitsverhältnisses war es möglich, geplante Behandlungen abzusagen und in einem Krankenhaus, das eigentlich auf Erwachsene spezialisiert ist, Kinder und Jugendliche zu behandeln“, so Schottmüller weiter. Es sei Personal nach der eigentlichen Schicht länger geblieben, und Mitarbeiter, die frei hatten, seien ohne Aufforderung zur Unterstützung in die Klinik geeilt.
Einmal mehr zeigte Schütte sich in seiner Antwort beeindruckt von der hervorragenden Zusammenarbeit der Feuerwehr mit Rettungsorganisationen, medizinischem Notfallpersonal und dem Krankenhaus. „Ganz entscheidend bei der Bewältigung des Unfalls war der langjährige Austausch, aufgrund dessen sich alle Beteiligten bereits kannten.“
Natürlich sei das Krankenhaus auch über Notfälle hinaus ein ganz entscheidender Standortfaktor gerade für den ländlichen Raum, waren sich die Gesprächspartner einig. Qualifizierte medizinische Versorgung dürfe es nicht nur in über 30 Minuten Fahrzeit geben. Mit 130 Planbetten, der Abteilung für Innere Medizin, mit der Gastroenterologie und der Kardiologie mit einem modernen Herzkatheterlabor, der Unfall- und Viszeralchirurgie, einer Urologischen Hauptabteilung sowie der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin werde häufig in Zusammenarbeit mit dem Uniklinikum Heidelberg deutlich mehr als die Grundversorgung vor Ort erbracht.
So habe man sich einen guten Ruf erarbeitet, konnte Martin Hildenbrand berichten, und Ralf Geiger fügte hinzu, wie sehr sich die Eberbacher Bevölkerung mit ihrem Krankenhaus identifiziere.
Bei der Finanzierung gegenüber Häusern in großen Städten sei man benachteiligt, führten die beiden dem Abgeordneten gegenüber aus. So erhalte Eberbach für seine Notfallambulanz pro Fall nur 36 Euro statt der eigentlich notwendigen 120 Euro. Die Vergütung für Fallpauschalen für Leistungen der Grundversorgung seien im DRG-System nicht ausreichend und benachteiligten die kleinen Kliniken.
Investitionen wären eigentlich zu 100% vom Land zu refinanzieren, aktuell erhalte man aber immer wieder einen geringeren Anteil, und selbst bei diesem Satz dauere es immer wieder sehr lange, bis eine Sanierung oder Beschaffung bewilligt werde. So könne man eines der nächsten Großprojekte nur mit Unterstützung eines Mäzens aus der Region zusätzlich zur Förderung durch Land und Kreis realisieren.
Sehr dankbar sei man, dass der Rhein-Neckar-Kreis ein Defizit der GRN Kliniken - auch für den Standort Eberbach - ausgleiche.

Zur Unterstützung durch das Land von Investitionen hatte Schütte einige Nachfragen und versprach diesen Punkt weiterzuverfolgen. „Das Sozialministerium hat dem Parlament mitgeteilt, dass alle förderfähigen Anträge auch tatsächlich gefördert werden, da werde ich das Gespräch suchen“, so der Abgeordnete. „Gleichwertige Lebensverhältnisse im Land zu schaffen, bedeutet auch ganz klar, dass wir medizinische Versorgung auch außerhalb der großen Städte sicherstellen.“

Im Anschluss konnte Schütte sich in den sanierten Räumlichkeiten und im Katheterlabor eine Bild machen, auf welchem modernen Stand die GRN-Klinik Eberbach ist. Mit der Feststellung, dass hier in Kooperation mit dem Uniklinikum Heidelberg tagsüber neben vorher geplanten Operationen - zum Beispiel zum Setzen von Stents - auch Notfälle auf höchstem medizinischen Niveau behandelt können und so Leben gerettet werden, schloss sich der Kreis einmal mehr zum Vorteil einer hochwertigen medizinischen Versorgung vor Ort. Schließlich sei der Patient 30 Minuten schneller in genau der Einrichtung, in der ihm am besten geholfen werden könne.

21.03.18

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