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Preisgekröntes Ensemble bringt Werke von drei Komponisten


(Foto: Uwe Arens)

(hr) (khm) Die Eberbacher Kunstfreunde laden am Freitag, 10. Mai, um 20 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus am Leopoldsplatz zum vierten Kammerkonzert ihrer 70. Reihe mit dem Berliner Notos-Klavierquartett ein.

Das Quartett mit Sindri Lederer (Violine), Andrea Burger (Viola), Philip Graham (Violoncello) und Antonia Köster (Klavier) ist vielfach preisgekrönt, weitgereist und war auch in Eberbach schon mehrfach zu Gast. Benannt hat es sich nach Notos, dem Südwestwind der Antike, der stürmisch trüb, aber auch heiter aufhellend sein kann. Auf dem Eberbacher Programm stehen Werke von Mozart, Françaix und Brahms.

Mozart komponierte zwei Klavierquartette, von denen hier das in g-moll KV 478 zu hören ist. Mozart hatte diese Form, bei der es bislang vornehmlich um Musik für "accompagniertes" Klavier ging, entscheidend abgewandelt, indem er die "Begleitung" zur Gleichwertigkeit anhob. Insofern sind diese Werke Vorbilder für Beethoven, Brahms, Schumann, Mendelssohn und Reger gewesen. Die damalige musikalische Welt indes "reagierte eher ablehnend oder distanziert" auf das g-moll-Quartett. Der Verleger klagte, das Publikum finde solche Quartette zu schwer und kaufe sie nicht. Offenbar war man von "einer so neuartigen Musik und soviel Ernsthaftigkeit und Tiefgründigkeit" überfordert, war doch der trotzige erste Satz des Quartetts in g-moll gesetzt, das Mozart immer für besonders ausdrucksvolle Musik verwendete. Ausgleichend aber wirkte dann wohl der Mittelsatz, voll innigem Ausdruck und mit klangvollen Phrasen. Zum Schluss ein überschäumend musikantisches, konzertant spielerisches Rondo.

Jean Françaix ist vertreten mit seinem viersätzigen »Divertissement pour quatuor avec piano« (1933). Er beschrieb seine die traditionelle Tonalität nicht verleugnenden Kompositionen als "musique sérieuse sans gravité - ernste Musik ohne Schwerfälligkeit" oder als "musique pour faire plaisir - Musik, um zu gefallen". Sie sollte "nie langweilig -(ne) jamais ennuyeuse" sein. Also liebte er rasches Tempo und schwungvolle Rhythmik, was auch das genannte »Divertissement« prägt.

Brahms' Klavierquartett Nr. 1 g-moll, Op. 25, das erste von dreien, wurde 1861 in Hamburg von Clara Schumann uraufgeführt, 1862 in Wien, mit Brahms selbst am Klavier, womit der damals 28-jährige Brahms in der Stadt sein Debüt als Pianist und Komponist gab. Das Quartett beginnt mit einem ruhig dahin schreitenden Allegro, dem dann folgen ein Art "Lied der Nacht" (Intermezzo) mit zarter, inniger Thematik über dahinhuschenden Cellotriolen und ein klangwuchtiges und marschartiges, die Melancholie der Vorgängersätze zurückdrängendes Andante. Am Ende steht das populäre 'Rondo alla zingarese', eine brahmssche Nachbildung der von ihm so geliebten temperamentvollen, Melancholie wie Wildheit verbindenden ungarischen Zigeunermusik. Brahms' Freund, dem Geiger Joseph Joachim, gefiel besonders dieses Rondo, das bis heute beifallsträchtigste Stück der Klavierquartettliteratur. Er meinte zu Brahms, mit ihm "hast du mir auf meinem eigenen Territorium (gemeint dem der ungarischen Musik) eine ganz tüchtige Schlappe versetzt".

Eintrittskarten und Programmhefte für Nichtabonnenten sind erhältlich an der Abendkasse.

16.04.19

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