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Nachrichten > Kultur und Bildung

Zauberhafter Auftakt im Hirschhorner Kloster


(Foto: Förderverein Klosterkirche)

(bro) (clas) Die Gäste waren am Samstag, 26. Oktober, beeindruckt - vom Kapitelsaal, von der stimmungsvollen Beleuchtung, die die historischen Fresken effektvoll in Szene setzten. Und schließlich von der Musik, die am Ende mit Standing Ovations honoriert wurde.

Der erste Karmelabend der Saison 2019/2020 hatte es in sich. Schon vor dem Konzert hatte die die eindrucksvolle Konzertharfe die Besucher in ihren Bann gezogen. Und das verheißungsvolle Bild hatte nicht zu viel versprochen. Die Arpeggien und Glissandi perlten unter den flinken Fingern der Harfenistin Jelena Engelhardt geradezu von den Saiten in die Herzen der Zuhörer. Perfekt dazu der silbern-warme Klang der von Aleksandra Pechytiak wunderbar gespielten Querflöte. Dieses Duo verstand sein Publikum zu verzaubern. Zur Eröffnung ertönte die Sonate in F-dur von J. B. Krumpholz in drei Sätzen. Zunächst feine und zarte Melodien, verziert mit feinen Trillern der Harfe und in perfekter Harmonie mit der Querflöte. Krumpholz hatte überwiegend für die Harfe komponiert, „das spürt man und das macht richtig Spaß beim Spielen“, kommentierte Jelena Engelhardt das Programm des Abends.

Mit dem zweiten Stück des zeitgenössischen Komponisten Bernard Andrés, Narthex, war das Publikum gefordert. Nun sorgten Flagolet und xylophonartige Töne an der Harfe für Verwirrung. Dann setzte die Querflöte ein , mit wilden Läufen und präzise gespielten hohen Tönen schien sie, eine Verschwörung anzuzetteln, besser noch einen Zauber zu sprechen. Die Harfe antwortete mit percussiven Effekten, erzeugte mit dem Stimmschlüssel - genau so, wie es in der Partitur gefordert ist. Dann sorgte die Querflöte für ein Raunen im Publikum, als Aleksandra Pechytiak auf dem Mundstück ihrer Flöte ein Zwiegespräch mit der Harfe begann. Dieses zeitgenössische Stück ließ die Zuhörer nicht bequem im Sessel sitzen. Ungewöhnlich und ungewöhnlich schön, das Publikum war begeistert. Zum Verständnis dieser Musik trugen die Künstlerinnen mit Erläuterungen bei und zitierten auch Hinweise aus der Partitur, in dem Andrés selbst die Zuhilfenahme von Stimmschlüssel und Mundstück als eigenständige Instrumente forderte.

Bei Marcel Tourniers Deux Preludes Romantiques konnte sich das Publikum in romantischer Stimmung zurücklehnen. Die Harfe verzauberte mit ihren fast unendlich scheinenden Arpeggien und herrlichen Harmonien. Dazu schickte die Querflöte wunderbare Melodien direkt in die Herzen der Zuhörer. Der Alltag war längst draußen vor der Tür, hier im Kapitelsaal herrschte die Musik. Verzaubernd und einhüllend.

Als letztes Stück vor der Pause wurde die Sonata per Flauto e arpa von Nino Rota gespielt. Dieser Name ist eigentlich mit leicht verdaulicher Filmmusik verbunden. Doch seine Sonate zeigte eine weitere Facette dieses Komponisten. Sie forderte ein perfekt eingespieltes Team – nur dann können die Feinheiten dieses Stücks optimal zur Geltung kommen. Das gelang dem Duo Engelhardt und Pechytiak in perfekter Harmonie.

Eine kurze Pause erlaubte dem Publikum und vor allem den Künstlern Atem zu schöpfen. Im Nachbarraum hatten die Aktiven des Fördervereins Klosterkirche Getränke und Gebäck gereicht, wovon gerne Gebrauch gemacht wurde, bevor es in den zweiten Teil des Abends ging.

Er begann mit der Sonata per flauta e arpa vo Gaetano Donizetti. Ihn kennt man eher als Opernkomponist, doch beim Karmelabend hörte man ein Stück, das auf die beiden Künstlerinnen zugeschnitten schien. Langsam, fast besinnlich beginnend und im zweiten Satz deutlich Tempo aufnehmend, fast könnte man sagen auch zu Fuß, denn die Halbtöne wurden auf der Konzertharfe mit Hilfe von Pedalen erzeugt. Es folgte eine feurige Andalouse von Eduard Pessard, die durchaus auch wehmütige Züge beinhaltete und für ein paar Minuten Urlaubsfeeling aufkommen ließ. Daran schloss sich der weiche Rhythmus des Danse Lent von J. Jongen an - in perfektem Einklang gespielt. Zum Finale, Entr´racte von J. Ibert, übernahm die Querflöte einen feurigen Melodieteil, wobei die Harfe schnelle Begleitungsmuster spielte.

Das Publikum erhob sich mit nicht enden wollendem Beifall, und Roland Ziegler, Vorsitzender des Fördervereins Klosterkirche, fasste den Abend in einem Wort zusammen: „Wunderbar.“

Selten hat eine Musik so perfekt in die Atmosphäre eines stimmungsvoll dekorierten und illuminierten Kapitelsaals im Klosters Hirschhorn gepasst. Die besondere Akustik unterstrich den Klang und das Zusammenspiel von Harfe und Querflöte so gut, dass die Künstlerinnen sofort für ein weiteres Konzert zusagten.

Das nächste Karmelabend-Konzert findet am Samstag, 23. November, um 19 Uhr statt. Es wird ein Klavierabend mit Anna Lisa Orlando.

30.10.19

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