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Minguet-Quartett gastiert bei den Kunstfreunden

(hr) (khm) Am Freitag, 10. November, musiziert das Düsseldorfer Minguet-Streichquartett in der aktuellen Kammermusikreihe der Kunstfreunde um 20 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus am Leopoldsplatz. Auf dem Programm steht Joseph Haydn, Nr 76/3 C-dur (1897), »Kaiserquartett« mit den Variationen zu „Gott! erhalte Franz, den Kaiser“, der Melodie zur späteren deutschen Nationalhymne. Außerdem Robert Schumann, Op. 41/3 A-Dur (1842) und Felix Mendelssohn Bartholdy, f-moll op. 80 (1847): „Ein Requiem für Fanny“.
Das Düsseldorfer Minguet-Quartett nennt sich programmatisch nach dem Madrider Literaten des 18. Jahrhunderts Pablo Minguet, der in seinen Schriften unermüdlich dafür gestritten hat, dass die schönen Künste allen zugänglich sein sollten. Es spielt Joseph Haydns Streichquartett C-Dur op. 76/3.Hob. III:77 (1797), das einen rhythmisch komplizierten Kopfsatz mit einem Motiv enthält das mit den Noten G-ott E-erhalte F-ranz D-en K/C-aiser wie ein Akrostichon bereits auf die Kaiserhymne anspielt, ferner ein apartes Menuett mit kontrastierendem Trio und ein stürmisches Finale. Vor allem aber ist es wegen seiner Variationen über das von Haydn geschaffenen „Volcks Lied“ bekannt, die Habsburger Kaiserhymne „Gott! Erhalte Franz den Kaiser“. Daher der Name „Kaiserquartett“. Die „große Melodie Haydns“ (Theodor Heuss) dient bekanntlich als Melodie auch der deutschen Nationalhymne „Einigkeit und Recht und Freiheit“: Im 10. Jahr der Deutschen Wiedervereinigung, einen Tag nach dem Fall der Mauer vor zehn Jahren ein sinnvolles Datum für eine Darbietung der großen Komposition Haydns.
Danach Robert Schumanns drittes Streichquartett A-Dur op. 41/3, ein erfindungsreiches, geistvolles und klangschönes Werk. Ein Schumannbiograph bemerkte zu Recht: „Bemerkenswert ist auf jeden Fall, dass der am Klavier groß gewordene Schumann sogleich beim ersten Anlauf in der Kammermusik Meisterliches zustande brachte, ohne tasten und experimentieren zu müssen“. Einem thematisch sehr kantablen, ariosen ersten Satz steht ein Assai agitato gegenüber mit vielfältigen Veränderungen über ein schmerzlich erregtes Thema. Im Gegensatz zum sanglichen langsamen Satz steht das virtuose Finale, das sich als lebenslustiger Kehraus gibt.
Zum Abschluß Felix Mendelssohn Bartholdys letztes Streichquartett f-moll Op. 80 (1847), das im Gegensatz zu der oft vertretenen Meinung, dass dessen Musik von heller, apollinischer Unbeschwertheit sei, den Komponisten in einer Tonsprache von düsterer und schmerzlicher Erregtheit zeigt. Das Werk entstand geradezu als ein „Requiem für Fanny“ nach dem Tode seiner Schwester Fanny Hensel 1847, die selbst eine bedeutende Komponistin war. Kompromisslos stellt Mendelssohn Schmerz und Zerissenheit musikalisch durch aufwühlende Tremoli, heftige Kontraste und Klagegesang in dem viersätzigen Werk dar. Zwei Monate nach Vollendung dieses bedeutendsten seiner sieben Streichquartette sollte auch Mendelssohns Leben am 4. November 1847 zu Ende sein.

08.11.00

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