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Betreff: Rücktritt Reichert
Autor: Alter Mann (29.11.2018 17:10)

Zum Bericht über den Rücktritt von Herrn Reichert sei Folgendes anzumerken:
Es ist in dem Bericht so formuliert, als wäre sich der Gemeinderat nicht seine Verantwortung für arme und bedürftige Bürger bewusst. So ist es eben nicht !
Bei der ganzen Diskussion geht es um das Projekt Dr.-Schmeißer-Stift. Wer sich die geplanten Preise für betreutes Wohnen anschaut wird sehen, dass es hier keineswegs um arme und bedürftige Bürger geht. Sollte der Umbau des Dr.-Schmeißer-Stifts tatsächlich kommen, so sind die Wohnungen den reicheren Bürgern vorbehalten. Nur die können sich diese Wohnungen nämlich leisten.
Und genau deshalb wird auch versucht das Projekt mit Biegen und Brechen durchzudrücken.

 
Antwort von Radler (30.11.2018 08:01)

Nein, es geht auch um das Lebensrad.



Antwort von Aufklärung (30.11.2018 13:32)

Es wird Zeit, dass der Bürgermeister und die Franktionsvorsitzenden mal richtig und ausführlich an die Öffentlichkeit gehen und die Vorgänge und die Entscheidungen mal im Gesamtzusammenhang verdeutlichen. Wer nämlich nur jedes "Problem" einzeln betrachtet kommt idR zu falschen Schlüssen. Es muss deutlich werden wie die Zusammenhänge sind und wie u.U. das "Ganze" (incl. Lebensrad) in Schieflage geraten kann und gefährdet ist
Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Stadt selbst genug teure Investitionen am Hals hat und man dort die Finanzen auch nicht überziehen kann und darf. Immer nur fordern geht n i c h t .

Antwort von Bürger (original) (30.11.2018 14:52)

Satzung des Vereins lesen, hilft.

Antwort von Wähler (30.11.2018 17:29)

Herr Reichert hatte mit seinem Rücktritt richtig gehandet, sonst geht es ihm bei der nächsten Wahl genauso wie seinem Vorgänger Herrn Martin.
Und das wäre für uns Bürger sehr schade.
Ich finde seine Arbeit als Bürgermeister sehr gut.
Ist immer freundlich und geht auf die Bürger zu.
Herr Reichert weiter so. Sie sind auf dem richtigen Weg.

Antwort von Anton E. (01.12.2018 18:35)

Jetzt zur Kasse, liebe Gemeinderäte.

Habt ihr alle jederzeit für den Verein und das Schmeisser Stift gestimmt?

Bitte jetzt nicht rausreden und den Spieß umdrehen.

Antwort von Lothar Jost (01.12.2018 19:33)

Der kolportierte Eindruck, es gäbe eine Mehrheit hartherziger Gemeinderäte, die nicht oder vermeintlich nicht leidenschaftlich genug die finanziellen Forderungen des Trägervereins erfüllten, entspricht nicht den Tatsachen und wer ihn mit der Behauptung erweckt, diese Räte hätten für die alten und pflegebedürftigen Menschen nichts übrig, handelt infam. Richtig ist vielmehr, dass die monierte Zurückhaltung von Ratsmitgliedern aus der Überlegung resultiert, das Lebensrad vor der Insolvenz zu schützen und die Stadt vor einem Verhängnis zu bewahren, und auf diese Weise das Interesse der Alten und Pflegebedürftigen wahrzunehmen.
Das Umbauvorhaben des Dr. Schmeißer Stifts (DSS) ist eine bauliche und damit auch finanzielle Geisterbahnfahrt, inzwischen gibt das jeder mit den Fakten einigermaßen Vertraute hinter vorgehaltener Hand offen zu. Geht nun aber der Umbau des DSS schief, was zu befürchten ist, dann ist auch das Lebensrad dem Zugriff der Gläubiger ausgesetzt, weil beide Objekte dem einen Verein Stiftung Altersheim Eberbach e.V. gehören. Spätestens in dieser Phase - zu spät ! - stellt sich dann aber die Frage, wer kümmerte sich eigentlich wirklich sachgerecht und mit Weitblick um die Belange der Alten und Pflegebedürftigen ?
Ich gehe davon aus und hoffe es insgeheim, dass Herr Reichert selbst nicht mehr so recht an die seriöse Umsetzbarkeit der Umbaumaßnahme glaubt und deshalb zum jetzigen Zeitpunkt aus dem Vorstand ausscheidet. Von einer vorbehaltlosen Unterstützung des Vereins durch den Gemeinderat, wie er es darstellt, konnte er angesichts der in 2012 erfolgten Entflechtung zwischen Stadt und Verein ohnehin nicht ausgehen.
Die nun eingetretene Zäsur in der Arbeit des geschrumpften Vorstands sollte ohne Scheuklappen dazu genutzt werden, eine Kehrtwende in die Wege zu leiten, bevor es endgültig zu spät ist. Jeder andere Weg als der eines Umbaus ist für den Verein weniger riskant, sei es ein Neubau (es gibt ja seit Jahren dezidierte Pläne hierzu), wenn auch in einem geringeren Bauumfang (ginge dadurch die Welt unter ?) oder eine Lösung mit Hilfe eines Investors, dem selbstverständlich ein Abriss zuzugestehen wäre. Diese Forderung des Abrisses wurde in der Vergangenheit und zu Recht von sämtlichen, zahlreichen und höchst interessierten Investoren erhoben, wurde aber stets zurückgewiesen, was der irrationalen These der Bürgerinitiative BISS "Hände weg vom DSS" zu verdanken ist. Dieses Tabu müssen wir endlich überwinden, dann hat der Trägerverein alle auf seiner Seite.
Lothar Jost, Lindach, Vereinsmitglied

Antwort von Jürgen Creß (02.12.2018 16:25)

Na, ob Herr Reichert auf dem richtigen Weg ist, sei mal dahingestellt, aber als Bürgermeister hat er in meinen Augen noch nichts Großes geleistet.
HSG-Sanierung/Renovierung = Fehlanzeige
Kindergarten Regenbogen = seit Jahren ist bekannt, dass die Räumlichkeiten renoviert werden „müssen“. Passiert, außer dass man sich auf einen neuen Platz geeinigt hat und einen Architekten zum Zuge kommen lassen will ist auch noch nichts.
Das Hallenbad steht in jedem Jahr mit einem Bein vor der Schließung. Vor Jahren gab es schon eine Untersuchung, dass eine Schließung nicht die jährlichen Einsparungen bringt, die man sich erhofft hat. Dann kam der Architekt mit dem Konzept der Schmalspursanierung, die definitiv unkalkulierbare Risiken mit sich bringen und das Bad für geschätzte 15 Jahre (und nicht wie von Herrn Reichert in einer GR-Sitzung behauptet 20-25 Jahre) erhält. Und dies auch nur, wenn alles gut geht. Zum Schluss kam die Untersuchung, die ergab, dass ein Neubau die beste Alternative ist, da dadurch die Attraktivität und Nutzbarkeit deutlich erhöht werden könnte.
Trotzdem sollten noch weitere Projekte begonnen werden, nämlich ein zweiter Neckarübergang und eine Gartenschau.
Klar ist, das alles kostet Geld und nicht alle Wünsche können und müssen erfüllt werden, nur erwarte ich von einem Bürgermeister, dass er auch mal Nägel mit Köpfen macht und ein Projekt zu Ende bringt. Dies ist etwas, was mir bei Herrn Reichert fehlt. Vieles ansprechen, aber wenig Abschluss, auch wenn es vielleicht nicht auf die Gegenliebe der Bevölkerung trifft. Und wenn, dann dauert es ewig, bis mit der entsprechenden Maßnahme begonnen wird (Kleines Beispiel ist die Friedhofstoilette).
Wenn mich jemand fragen würde, könnte ich nur die Fähnchen der Innenstadt und die Stehlen am Ortseingang als fertiggestellte Projekte benennen. Dies ist mir für einen Bürgermeister eindeutig zu wenig.
Klar ist auch, der Gemeinderat mit endlosen Diskussionen verzögert das eine oder andere, aber als Stadtoberhaupt gehört es dazu, auch mal ein Ende zu erzwingen.

Antwort von Psychiater (02.12.2018 21:02)

@ Cress

Ich kenne Sie nicht persönlich, habe auch nie nie etwas von ihnen gehört oder gelesen. Ich weiß nicht, wie alt sie sind, was sie beruflich machen, was Sie je in Ihrem Leben geleistet haben.

Aber das, was sie hier gegen den Bürgermeister abgelassen haben, ist unter aller Würde. Für diesen Beitrag sollten Sie sich mehr als schämen!

Antwort von nicht Psychiater (02.12.2018 22:22)

@ an Herrn von Psychiater

Geben Sie doch einfach mal "Jürgen Creß Eberbach" bei Google ein und schon bekommen Sie alle Informationen.
Hochachtung, dass Herr Creß unter seinem Namen postet (hoffe, dass sich nicht ein anderer einfach so nennt um diesem einen auszuwischen). Dass Sie darauf nicht ebenso antworten sonder sich als Psychiater vorstellen, hätte Sie besser schweigen lassen sollen.

Antwort von Psychiater (03.12.2018 06:40)

@ nicht Psychiater

Warum sollte mir Herr C. so wichtig sein, dass ich extra im Internet nach ihm suche.

Sein geschriebener Inhalt reicht, um ihn zu bewerten. Und der ist leider am Thema Rücktritt vorbei, nur ein persönlicher Angriff ohne Bezug zur Sache.

Antwort von Hammer (03.12.2018 07:57)

In ihrer Erklärung zum Rücktritt von Bürgermeister Reichert erklärt die SPD-Fraktion unter anderem:

„In der Berichterstattung in RNZ, EBZ und Eberbach Channel wird über den Rücktritt von Herrn Reichert von seinem Vorstandsamt beim Verein Stiftung Altersheim e.V. bezugnehmend auf dessen Rücktrittserklärung ausgeführt, „dass die Gremien der Stadt ihre Verantwortung für die Alten und Bedürftigen unserer Stadt und den Verein aufgeben“.

Das Zitat wird von der SPD offenbar bewusst sinnentstellend wiedergegeben. Ich habe die originale Erklärung nachgeschlagen und verglichen. Da steht was ganz anderes als das, was uns die SPD-Fraktion da weismachen will.

Reichert schreibt nämlich :

„Nach einer Entkoppelung der Ämter von Bürgermeister und Vereinsvorsitz stand ich gerne als Privatmann für den Altersheim-Verein zur Verfügung, weil ich immer noch davon ausging, dass die formale Entflechtung nicht dazu führt, dass die Gremien der Stadt ihre Verantwortung für die Alten und Bedürftigen unserer Stadt und den Verein aufgeben.“

Antwort von Hopp (03.12.2018 09:37)

SPD, Freie Wähler und AGL (falsch zitiert)

" ... dass die Gremien der Stadt ihre Verantwortung für die Alten und Bedürftigen unserer Stadt und den Verein aufgeben“.



Reichert (richtig zitiert)

"... weil ich immer noch davon ausging, dass die formale Entflechtung nicht dazu führt, dass die Gremien der Stadt ihre Verantwortung für die Alten und Bedürftigen unserer Stadt und den Verein aufgeben".


Das ist doch ein Unterschied!

Antwort von Alla (03.12.2018 22:55)

Und Reichert vollständig zitiert, um das Bild und den SPD-(….) komplett zu machen:

"Durch den jetzt erklärten Rücktritt sieht Reichert künftig die Möglichkeit, “als Bürgermeister und Vorsitzender des Gemeinderates, ohne formale Befangenheit, klare Positionen für die älteren und bedürftigen Menschen unserer Stadt und damit auch für den Verein Stiftung Altersheim zu beziehen.”
Er verspreche den älteren und bedürftigen Menschen der Stadt und dem Verein Stiftung Altersheim, dass er weiterhin seine Anstrengungen ihrem Wohl widmen werde, so die abschließende Mitteilung Peter Reicherts."

(….).

Antwort von Rat-Sucher (04.12.2018 08:18)

SPD, Freie Wähler und AGL schreiben:

„ ... Auch sind wir der Meinung, dass die Unterstützung von älteren und bedürftigen Menschen nicht allein vom Verein Stiftung Altersheim sondern auch von anderen Einrichtungen und Organisationen dieser Stadt wahrgenommen wird, die auch Anspruch auf Unterstützung durch die Stadt haben ... “

Bitte erläutern Sie, welche „Einrichtungen und Organisationen“ Sie damit meinen und wie sie diese bislang unterstützt haben.

Wenn diese Einrichtungen und Organisationen laut Ihnen „auch Anspruch auf Unterstützung“ haben, Sie aber dem Verein Altersheim keine gewähren, kann das im Ergebnis doch nur heißen, dass Sie weder hier noch dort „die älteren und bedürftigen Menschen“ unterstützen.

Antwort von Alfered Schliessler (04.12.2018 18:00)

Offener Brief an den Gemeinderat der Stadt Eberbach

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Hopp Stiftung hat großzügig 250.000,- Euro bereitgestellt für die Wiederinbetriebnahme des DSS, sollte in der Stadt die gleiche Summe ebenfalls aufgebracht werden.
Man würde doch annehmen, das sei ein Ansporn und eine Verpflichtung, für die politische Gemeinde, alles zu unterstützen, dieses Thema endlich zu einem guten Abschluss zu bringen. Was wäre angemessener, zieht man die Gründungsgeschichte des DSS in Betracht.

Meine Damen und Herren, wie können Sie Beschlüsse fassen, die nahelegen, dass es im Sinne oder gar im Interesse der Bürger von Eberbach sei, den Fortbestand, die Instandsetzung und Wiederinbetriebnahme des DSS nicht mehr nennenswert zu unterstützen?
Wieso entsteht der Eindruck, dass Sie das seinerzeit gegebene Versprechen an die Bürger und Bewohner, das DSS umzubauen und weiterhin zu belegen, nicht mehr unterstützen anstatt zu befördern?
Die Umstände der vergangenen Auseinandersetzungen um das DSS mögen den einen oder anderen frustriert haben, das ist keine Entschuldigung den möglichen Verlust dieses Erbes billigend in Kauf zu nehmen.

Wie sehen Sie Ihre Verantwortung für eine soziale Politik einzustehen, die die Bedürfnisse aller (Alters)gruppen in politische Entscheidungen umsetzt, die Gemeinsinn fördert, die das Erbe des stets gepriesenen bürgerlichen Engagements bewahrt und die dem allseits beklagten Auseinanderfallen der Gesellschaft entgegen wirkt?
Wo bleibt die Würdigung der Lebensleistung der älteren Generation?
Welchen gesellschaftspolitischen Anspruch haben Sie als Vertreter der Bürger, für einen Zusammenhalt der Generationen einzustehen, die Solidarität einer Bürgergesellschaft zu stärken und Eberbach auch für eine alternde Bevölkerung lebenswert und attraktiv zu gestalten?
Sollten nicht Sie die Herzen und Bäuche der Bürger für sich gewinnen, mit Visionen von Solidargesellschaft und Heimatverbundenheit, denen auch Taten folgen, bevor sich in Eberbach politische „Alternativen“ dazu anbieten.
Es wäre die verantwortungsbewusste Ausübung des Mandats, mit dem wir Bürger Sie ausstatteten, diesen Alternativen wirksam den Nährboden zu entziehen!

In diesem Zusammenhang negativ zu erwähnen ist das von Ihnen beschlossene Denkverbot in Sachen „Kleine Gartenschau“ in Eberbach. Eine vorsätzlich ausgeschlagene Gelegenheit, wenigstens gedanklich in die Zukunft zu investieren. Ein kraftloser, mutloser, hasenfüßiger Beschluss.
Und das Prestigeobjekt Hallenbad wird ohne die nötige kritische Distanz abgenickt werden.
Da ist ja auch eine – vollkommen legitime - junge dynamische Lobby.
Die alten, die unattraktiven, die bedürftigen Bürger haben keine Lobby.
Aber wir alle haben Eltern und Großeltern und sind um deren Wohl und Wehe im Alter besorgt.

Es ist der gewählten Bürgervertretung wohl angeraten sich diese Fürsorge mit Tatkraft, nicht nur mit Worten, zu eigen zu machen! Dazu sind Sie gewählt worden!
Revidieren Sie Ihre Beschlüsse, unterstützen Sie aktiv den Bürgerwillen zum Weiterbetrieb des DSS. Entschuldigen Sie sich bei der Bürgerschaft für den Vertrauensbruch und Ihr eklatantes Fehlverhalten!


Alfred Schließler 3. Dezember 2018

Antwort von Junge Familie (05.12.2018 10:15)

Ich sehe das Ganze etwas anders. Ein Verein will ein Gebäude mit Mietwohnungen besitzen, also Eigentum anschaffen. Zum einen haben dieses Bedürfnis bestimmt viele Vereine und auch Unternehmen. Zum anderen ist zumindest mir nicht bekannt, nach welchen Kriterien Menschen dort dann einen Anspruch auf eine Wohnung haben. Für mich stellen sich viele Fragen, wie etwa "Wer sucht die Mieter aus?", "Wer wird sich das Wohnen dort wirklich leisten können?" usw.

Ich finde es richtig, dass vom Gemeinderat die Finanzierung hinterfragt wird und dass eine eher ablehnende Meinung dort herrscht, wenn es finanzielle Risiken für die Stadt und somit für alle Bürger geben könnte.Ich finde bezahlbare Wohnungen in Eberbach absolut wichtig, für Senioren mit einer Möglichkeit Betreuung usw. dazu nehmen zu können. Ich finde aber auch bezahlbarer Wohnraum für Familien, Alleinerziehende, junge Menschen wichtig. Ich wollte mal aus den Reihen der Befürworter im Gemeinderat hören, wenn ein Verein eine Bürgschaft für ein Miethaus möchte, in dem kostengünstige Wohnungen für Wenigverdiener erschaffen werden sollen. Tja, alles freiwillige Leistungen, wenn überhaupt. Und wenn dann noch die Finanzierung wackelt und erst möglich sein kann, wenn ganz viele SpendenZUSAGEN eingehen. Herrlich!

Aber man kann scheinbar ja auch in Eberbach "Betreutes Wohnen" so anbieten, dass man keine finanziellen Sicherheiten von Seiten der Stadt braucht, es gibt ja ein Beispiel eines Privatunternehmens.

Geht es bei diesem Thema tatsächlich noch um die Sache oder um ein Prinzip? Ich bin auf jeden Fall dankbar, dass man hier nicht so ganz leichtfertig entschieden hat.

Antwort von Gesamtvorstand Altersheim e.V. (06.12.2018 09:20)

Stellungnahme des Vereins Stiftung Altersheim e.V. zur Gemeinderatssitzung vom 26.11.2018
Am Montag, dem 26.11.2018 fanden in der Gemeinderatssitzung unter TOP 9 und 10 zwei Abstimmungen statt, die unseren Verein „Stiftung Altersheim Eberbach e.V.“ betrafen. Die Presse hatte in den vergangenen Tagen bereits berichtet.
Zu TOP 9 Bürgschaft DSS
Die Mehrheit des Gemeinderats hatte in der Sitzung vom 25.10.2018 bereits die Übernahme einer Bürgschaft in Höhe von 2 Mio. € für den Umbau und die Sanierung des „Dr. Schmeißer Stifts“ für „Betreutes Wohnen“ abgelehnt. Jetzt wurde darüber abgestimmt, ob anstelle einer Bürgschaft der Stadt bei Verlusten ein Zinszuschuss von max. € 20 000,- für 10 Jahre zum Zinsausgleich bei anderweitiger Hypothek ohne Bürgschaft gewährt wird.
Über dieses Thema war im Oktober diskutiert worden, eine Beschlussfassung aber auf die November-Sitzung vertagt worden. Nach ausführlicher Diskussion wurde dieser Zinszuschuss mit geringer Mehrheit in Aussicht gestellt, unter den Bedingungen, dass er nur max. 10 Jahre gewährt werde und nur, um etwaige Verluste auszugleichen. Auch müsse der Verein dazu seine Rechtsform bis zum 31.12.2019 geändert haben.
Der Vorstand hat diese Forderung zur Rechtsformänderung bereits ausgiebig geprüft und die Vor- und Nachteile diskutiert.
Die immer wieder ins Gespräch gebrachte gGmbH (gemeinnützige GmbH) wäre zu 100 % dem für eine wirtschaftliche GmbH geltenden Gesetz unterworfen. Das heißt, alle Bedingungen, wie z.B. ein hauptamtlicher Geschäftsführer / Einlagen / Stammkapital 25.000 € (Haftungskapital), separate Bilanzierung usw. sind bindende Vorschriften. Ob und wie ein derartiger Zinszuschuss in Anspruch genommen werden kann, ist noch zu klären. Dürfen Rücklagen gebildet werden oder wären diese Gewinne, die vom Zuschuss abgezogen werden?
Zu TOP 10 Bürgschaft Lebensrad
Der Verein hat 2008 bei der Landesbank BW (LBBW) zum Bau des Lebensrades einen Kredit der LBBW in Anspruch genommen. Die Stadt hat laut Gemeinderatsbeschluss vom 18.12.2008 dafür eine unbefristete Bürgschaft übernommen. Das Kommunalrechtsamt hat geprüft und genehmigt, für eine Verlängerung müsse ein entsprechender Antrag beim Kommunalrechtsamt eingereicht werden.
Insbesondere hat jetzt die Leitung der Stadtkämmerei Stellung dagegen bezogen, einen Verlängerungs-Antrag ohne neuen Gemeinderatsbeschluss beim Kommunalrechtsamt zu stellen. Die Begründung war, dass bei einer unbegrenzt gewährten Bürgschaft seitens der Stadt, die vom Kommunalrechtsamt vorläufig auf 10 Jahre, der max. möglichen Zinsfestschreibungszeit, genehmigt war, ein neuer Gemeinderatsbeschluss notwendig sei. Dies sei die Rechtsauffassung des Kommunalrechtsamts.
Das Kommunalrechtsamt hatte dagegen vor 10 Jahren in seiner Begründung festgestellt und geschrieben:
„Der Verein fördert damit die Betreuung alter und hilfsbedürftiger Menschen und erfüllt demzufolge wichtige Aspekte der Daseinsvorsorge und des öffentlichen Interesses. In diesem Sinne ist der Vereinszweck, insbesondere das hier in Rede stehende
Bauprojekt, als Erfüllung einer Aufgabe der Stadt Eberbach, zumindest im weiteren Sinne zu verstehen § 88 Abs. 2 Satz 1 GemO.
„Die Genehmigung wird auf die Laufzeit der Zinsfestschreibung des auf die Bürgschaft zugrundeliegenden Darlehensvertrags befristet, das ist der 30.12.2018. Sofern eine Verlängerung der Genehmigung notwendig werden sollte, ist eine solche zu gegebener Zeit mit entsprechender Begründung zu beantragen“.
Hier steht nichts von der Notwendigkeit eines erneuten Gemeinderatsbeschlusses. So existieren wohl zwei Rechtsaufassungen; unsere Rechtsauffassung hat auch Stadtrat Eiermann in der Sitzung vehement zu unseren Gunsten vertreten. Er hatte sich zuvor bei Behörden und in der Verwaltung über die Rechtslage kundig gemacht. Für die Gewährung der Bürgschaft haben gestimmt die Gemeinderäte Reinig (FWV), Kleeberger (CDU), Schulz (CDU), Braun (CDU), Eiermann (SPD). Unsere Vorstandsmitglieder Stumpf (CDU) und Bürgermeister Reichert durften als Befangene nicht mit abstimmen.
Aufgrund dieser Beschlusslage TOP 9 und 10 im Gemeinderat hat unser Vorstandsvorsitzender Bürgermeister Reichert seinen Rücktritt erklärt, auch „…weil der Verein nur einen äußerst geringen Rückhalt im Gremium Gemeinderat genießt und die überwiegende Mehrheit der Räte hier keine Verantwortung der Stadt sieht. … Durch die Aufgabe der Funktion des Vorsitzenden des Vereins ist es mir künftig möglich, mich ohne den Ausschluss als formal Befangener, als Vorsitzender des Gemeinderats zum Wohle der Sache zu beteiligen. ..“
Die in der Öffentlichkeit geäußerte Argumentation vieler Gemeinderäte (siehe auch Erklärung der Fraktionen SPD, FWV und AGL), man könne wegen der Risiken der Sanierung DSS einer Bürgschaft der Stadt (für das Lebensrad) nicht zustimmen, verliert spätestens bei der Ablehnung der Verlängerung Bürgschaft für das Lebensrad ihren Sinn.
Eine Querfinanzierung des DSS über das Lebensrad wäre unmöglich (Heimaufsicht, Pflegesatzverhandlungen) und war und ist niemals geplant.
Eine Zinsverbilligung wäre ausschließlich den Bewohnern des Lebensrades zu Gute gekommen. Aber auch das hat die Mehrheit des Gemeinderates „in Verantwortung für alle Bürger dieser Stadt“ abgelehnt.
Im Verein Stiftung Altersheim e.V. hat unser 2. Vorsitzender, Herr Hans Wipfler, die Geschäfte des 1. Vorsitzenden kommissarisch übernommen Die Funktionen und Aufgaben des Vereins sind vielfältig und werden vom Vorstand ohne zeitliche Verzögerung wahrgenommen.
Als erster und wichtigster Punkt steht jetzt die Ablösung der Hypothek der LBBW an. Hierzu liegen Zusagen von anderen Banken vor, allerdings zu deutlich höheren Zinsen, was bedeutet, dass das Lebensrad ca. 30.000 € pro Jahr Mehrausgaben an Zinsen hat.
Bezüglich der Küchensituation wird die Planung für einen Küchen-Neubau als Anbau an das Lebensrad vorangetrieben. Hierzu ist die Finanzierung durch entsprechende Rücklagen gesichert.
Die Umsetzung des Umbaus des Dr. Schmeißer Stifts für „Betreutes Wohnen“ wird forciert weiter verfolgt, insbesondere auch neue Konzeptvarianten im Hinblick auf die Finanzierung.
Der Vorstand: Hans Wipfler, Fedor Grißtede, Prof. Dr. Gerhard Rohr, Heiko Stumpf

Antwort von Jens Thomson (06.12.2018 11:15)

Ich finde es durchaus positiv, dass der Eberbacher Gemeinderat eine städtische Geldausgabe genau prüft, Vorschläge zur besseren Effizienz macht und nicht leichtfertig mit unseren Bürger-Steuergeldern umgeht.

Nach meiner persönlichen Vereinsmitglied-Sicht:
Jede Sanierung ist finanziell und zeitlich ziemlich riskant, das kennt jeder aus vielen Projekten.
In diesem Fall war eine Sanierung des älteren DSS-Gebäudeteils geplant, der neuere DSS-Gebäudeteil sollte abgerissen werden.

Mehrere der insgesamt viele 100000 Euro teuren Gutachten des Vereins in den letzten Jahren empfahlen einen kostengünstigeren und risikoärmeren Neubau des DSS und zeigten erhebliche Risiken einer Sanierung auf
– die zudem den ganzen Verein, also inkl. des mithaftenden wunderschönen Lebensrads in seinem Bestand gefährden könnten.

Auch das neueste (Wirtschaftlichkeits-) Gutachten sagte, dass die Sanierung nur sehr schwer wirtschaftlich durchführbar ist. Es sind neben den bereits erfolgten Spenden (auch durch die Hopp-Stiftung) weitere hohe Spenden (höheres Eigenkapital) und der durch den GR in Aussicht gestellte Zuschuss der Stadt unbedingt erforderlich.
Darüber hinaus kommt, dass lt. Gutachten ein sofortiger Baubeginn, keinerlei realitätsnahe Sanierungs-Risikozuschläge und sofortige relativ sichere hohe Mieteinnahmen eintreten müssten. Diese 3 Punkte sind relativ schwierig erreichbar.

Nicht vergessen darf man jedoch, dass sich die Mehrheit des GR für eine (sinnvolle) Förderung der Stadt Eberbach für betreutes Wohnen ausgesprochen hat.
Nur die Risiken der Sanierung, die Finanzierung hart an (oder über) der Grenze und das Risiko der Rechtsform eines e.V. angesichts der ca. 8 Millionen Investitionen wurden als Probleme identifiziert und meiner Meinung nach zurecht genannt.

Schön wäre es jetzt natürlich, wenn der Verein den (schon im ersten Gutachten vor vielen Jahren als wirtschaftlicher begutachteten) Neubau jetzt endlich durchführen würde, dadurch Sanierungs- und Finanzierungs-Risiken erheblich minimiert werden und viel mehr und viel preisgünstigere Wohneinheiten in dieser zentralen Lage angeboten werden könnten, die für alle erschwinglich sein müssten und könnten.

Ich persönlich würde mich sehr darüber freuen, wenn mit vollem Einsatz aller Beteiligten schon in den nächsten ganz wenigen Jahren (endlich) neue und vor allem preisgünstige Wohnungen (so, wie es früher der Sinn des DSS war) für betreutes Wohnen in dieser zentralen DSS-Lage gebaut werden würden.

PS: Noch idealer wäre aus meiner Sicht das sogenannte Mehrgenerationswohnen, gerade an dieser Stelle. Das wäre ein noch tolleres, positiveres und zudem zukunftsgerichtetes Projekt, von dem
VIELE Eberbacher (Senioren, Familien mit kleinen Kindern, ...) vielfältig gemeinsam profitieren könnten ... und nicht wie bisher geplant nur einige wenige Menschen
(nur 32 Wohnungen anstelle der früheren 92 Einheiten).

Fazit, besser ist oft:
Alternativen suchen, Ärmel hochkrempeln und Machen – nicht bei Problemen hinschmeißen.

Antwort von Auch mal Rentner (09.12.2018 15:49)


Und was heißt das jetzt konkret für das Gebäude? Ein weiter so (daß nix passiert) oder endlich der Abriss oder doch Sanierung?
Der Bürger möchte konkrete Lösungen! Ständig neue Gutachten, die einen Haufen Geld verschlingen und zu keinen neuen Erkenntnissen führen, können ja wohl nicht die Lösung sein......
Ich halte diesen ganzen Verein mittlerweile als handlungsunfähig und werde da auch kein Geld über Spenden hintragen. Jahrelang diese Misere verwalten und dann um Geld betteln.
In Eberbach kriegt man aber auch gar nicht auf die Reihe (!)

Antwort von Niemals Rentner (09.12.2018 19:54)

Sehr geehrter Herr Auch mal Rentner,
meinen Sie denn, in Hirschhorn oder Mosbach kriegt man mehr auf die Reihe ?

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