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Das rote Krokodil aus Eberbach feiert ein Comeback


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(hr) Einer längst ausgestorbenen Tierart ist jetzt eine Ausstellung im Eberbacher Rathaus gewidmet. Zu sehen ist unter anderem die verkleinerte Nachbildung eines Sauriers, der vor rund 250 Millionen Jahren in der Gegend unterwegs war, die später zum Neckartal und Odenwald wurde.

Als Beweis dafür gilt ein versteinerter Abdruck, der ebenfalls in der Ausstellung gezeigt wird und den der Diplom-Geologe Dr. Marco Lichtenberger als Fußspur eines Erythrosuchus deutete. Der fleischfressende Ur-Saurier gehörte zur Gruppe der Chirotherien (Handtiere) und ist auch bekannt als "rotes Krokodil". Er wurde bis zu sechs Meter lang. Der Saurierfußabdruck aus Eberbach zählt zu den weltweit ältesten Funden dieser Tiergruppe.
Entdeckt wurde der Sandstein mit den eigenartigen Vertiefungen bereits im Jahr 1994 vom Eberbacher Künstler Michael Krauth am Westhang des Scheuerbergs südöstlich von Eberbach. Der Eberbacher Hobby-Geologe und Heimatkundler Hans Klinge hat im Wald oberhalb der Neckarhälde in der Nähe des Fundorts ein Hinweisschild aufgestellt.

Musikalisch umrahmt wurde die heutige Ausstellungseröffnung durch Hartmut Tramer an der Orgel. Dr. Marco Lichtenberger, Autor des Buches "Saurier aus dem Odenwald", hielt den Einführungsvortrag. Bürgermeister Bernhard Martin versuchte, den an sich unvorstellbaren Zeitraum von 250 Millionen Jahren begreifbar zu machen: Wenn diese Zeit einem Tag entspräche, wäre die Ausbildung des heutigen Neckarknies bei Eberbach (vor etwa 10 Millionen Jahren) gerade mal vor einer Stunde geschehen, und Rom wäre vor einer Sekunde gegründet worden (753 vor Christus). Für Eberbach sei der Fund auf jeden Fall eine Sensation, sagte Martin, der sich "irgendwann einmal" auch eine lebensgroße Nachbildung des Sauriers vorstellen kann, die an zentraler, sichtbarer Stelle in der Stadt platziert wird.

Zu sehen sind die Exponate noch bis Januar 2012 im Rathaus am Leopoldsplatz zu folgenden Öffnungszeiten: montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 17 Uhr, mittwochs von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr. Danach sollen sie ins Informationszentrum des Naturparks wechseln, der die Ausstellung finanziell unterstützt.

Oben Bürgermeister Bernhard Martin vor einer lebensgroßen Darstellung des Sechs-Meter-Sauriers. Unten v.l. Diplom-Geologe Dr. Marco Lichtenberger, die kleine Nachbildung des Erythrosuchus, der Finder des Fußabdrucks Michael Krauth und Heimatkundler Hans Klinge. (Fotos: Hubert Richter)

16.10.11

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